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Kaderplaner (BVB)

toja84, Aschaffenburg, Samstag, 12.11.2022, 07:27 (vor 1384 Tagen) @ markus93

Also zunächst mal sind ja mittlerweile so ziemlich alle der Meinung das unser Kader aus guten Einzelspielern und vielen (oberen) Durchschnittskickern besteht, die aber recht zusammengewürfelt wirken also auch nur bedingt zusammen passen. In aller erste Linie muss man da auch vielleicht unsere Scoutingabteilung in den Fokus nehmen, die zwar recht regelmäßig sehr gute Talente findet bzw zu diesen schon sehr früh Kontakt aufnimmt, aber eben auch solche die unseren Ansprüchen, oder viel wichtiger, das Geld einfach nicht Wert sind das wir für die zahlen und/oder gar nicht wirklich in die Mannschaft oder dem System (was auch immer das sein soll) passen. Es fehlt einfach das klare Konzept. Mag sein das dies vielleicht unter Kehl als Sportdirektor besser wird (Zorc muss man da neben all sein Verdiensten für den Verein auch den ein oder anderen Vorwurf machen) aber wollen wir wirklich treudoof darauf vertrauen?
Wäre es nicht daher sinnvoll einen Kaderplaner (zusätzlich zu Kehl) einzustellen, der Final für die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich ist und Spieler nach einem klar vorgegebenen System bewerten muss und wie gut diese in die Mannschaft und das System passen. Das ganze ist jetzt auch nur ein Brainstorming meinerseits und mit Sicherheit nicht bis ins kleinste Detail ausgereift, aber an sich wäre das glaube ich gar nicht so schlecht.
Und auch wenn ich absolut kein Fan von ihm bin würde mir da als ehesten Rangnick einfallen. Wie gesagt kann den wirklich nicht leiden aber man muss ihm schon zu Gute halten dass er ein hohes fußballerisches Fachwissen verfügt und ebenso schon öfter genau dies getan hat: Eine Mannschaft nach einem klaren System (mit)geformt. Ok zwar mit Geldcheat, das ist mit bewusst, fußballerisch haben die Mannschaften in seiner Verantwortung doch meist überzeugt (leider) und das Geld nicht alles ist zeigt ManU eigentlich ziemlich zuverlässig. Mal ganz abgesehen davon das der BVB auch nicht gerade am Hungertuch nagt.
Aber soll auch gar nicht und Rangnick gehen, sondern um die Idee des Kaderplaners generell.

Wir haben halt in den letzten Jahren immer wieder den Trainer gewechselt und recht regelmäßig auch den Ansatz. Dann hat man jedem Trainer seine Wünsche möglichst erfüllt und letztendlich landet man in einem Kader in dem irgendwie fast jeder Spieler für unterschiedliche Spielsysteme und unterschiedliche Trainer geholt wurde, ergänzt durch hochveranlagte Talente.

In der grauen Theorie würde ich auch sagen, dass man sich als Verein auf eine Strategie einigen sollte und daraufhin den Trainer sucht, der darauf passt und eben die Spieler die das auch können. Effektiv sind wir aber im oberen europäischen Mittelfeld und haben ggfs. gar nicht die Option alles so frei zu entscheiden.

Was mich diese Saison bald noch mehr stört, ist der Eindruck, dass wir eher mit 11 Ich-AGs spielen. Die Summe wirkt öfters schwächer als das Niveau der Einzelspieler. Ich hab auch nicht den Eindruck, dass man sich gegenseitig großartig hilft. Man sieht jedenfalls öfter Abwinken und Motzen als gegenseitiges Anfeuern. Ist vielleicht Profi-Fußball und da macht man das vielleicht nicht mehr so, aber eine geschlossene Einheit sieht man eigentlich fast nie. Das macht das Spiel von gestern dann auch irgendwie schlimmer. Kack-Spiele gibt es immer mal wieder. Da kommt es dann für mich auf das „Wie“ an und das sieht länger nach strukturell problematisch aus als „schlechter Tag“.


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