Willkommen im BVB-Forum

Raschl oder Kamara (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 31.01.2022, 14:33 (vor 1708 Tagen) @ Gargamel09

Der BVB hat im letzten Sommer Kamara geholt, das war doch schon ein Fingerzeig für Raschl. Mit außergewöhnlichen Leistungen hätte er sich in den letzten Jahren in die 1. spielen können, leider ist ihm das nicht gelungen, aber Fürth bietet ihm nun die Möglichkeit, sich auf höherem Niveau weiterzuentwickeln.

Wir wissen nicht, was genau zwischen Raschl und der sportlichen Leitung besprochen worden ist. Vielleicht hat man vereinbart, dass sich der neue Trainer (Rose) erst noch einmal ein Bild machen solle, bevor man endgültig über einen Wechsel oder einen Verbleib entscheidet. Möglicherweise wurde ja schon im Sommer ein Wechsel angestrebt, der sich aber aus diversen Gründen nicht ergeben hat.

Bereits in der letzten Saison wurde es spätestens klar, dass es für Raschl bei uns nicht reichen würde. Der Wechsel ist absolut folgerichtig. Fürth ist nicht die schlechteste Adresse und er wird mit Leitl einen kompetenten Trainer vorfinden.


Kamara wird bald Bestandteil der 1. Mannschaft sein, von daher ist der Abgang von Raschl folgerichtig, seine Chance wären weiterhin nur gering geblieben.

Wann es bei Kamara so weit sein wird, muss man sehen. Er soll in Ruhe ausgebaut werden. Ein Toptalent ist er allemale.

Er und andere sind übrigens Beispiele, wie immer enger der Flaschenhals von Altersstufe zu Alterstufe wird. Hat man es als Spieler in die nächste Stufe geschafft, kommen gleich neue Konkurrenten hinzu, die man anderen Clubs abgeworben hat und die vielleicht gleich eine Altersstufe überspringen. Diejenigen, die es nicht geschafft haben, gehen zu kleineren Clubs und verdrängen dort wieder Spieler. So ist es nun einmal, wenn man eine Bestenauslese betreibt. Und jeder weiß, worauf er sich einlässt.

In Frankreich ist die Selektion übrigens noch einmal ein paar Grad härter. Was eben auch einer der Gründe für den Erfolg des französischen Ausbildungssystems im Fußball ist.

Die Fußballausbildung ist im Frankreich im Prinzip bei allen Clubs ausgezeichnet, aber auch dort gibt es eine klare Hierarchie. Der PSG hat das beste Personal, will die besten Talent und er zieht auch die besten Talente an. Kamara ist da nur ein Beispiel von vielen. Aber was tun, wenn es um den Übergang in den Profibereich geht? Selbst wenn es Trainer versuchen, diese Talente einzubauen, werden immer wieder erfahrene Topspieler gekauft und für die Talente wird es noch schwieriger, die benötigte Spielpraxis oder überhaupt eine Perspektive zu bekommen. Da bleibt schlicht keine andere Wahl, als zu einem anderen Club zu wechseln. Sei es in der Ligue 1 oder Ligue 2, sei es im Ausland. Wir sind dabei bekanntermaßen eine erste Adresse. Wobei dies die Selektion bei den betreffenden Clubs entsprechend forciert.

Womit wir wieder beim Ausgangspunkt wären. Wie gesagt, ein hartes Geschäft. Aber jeder kennt die Regeln.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: