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Der Profifußball wird so oder so nicht aussterben - ABER (BVB)

markus, Dienstag, 28.04.2020, 16:52 (vor 2336 Tagen) @ Litze

Der Profifußball wird nicht sterben, aber die letzten Tabus werden gebrochen werden.

Tolle Drohkulisse, die da von den Verantwortlichen aufgebaut wird. Plumpe Hinhaltetaktik zum Zeitgewinnen, damit möglichst wenig Kritik entsteht. Es sind doch schon längst „letzte“ Tabus gebrochen worden, wie z.B.:

- Verkauf der Stadionnamen
- faktische Umgehung von 50+1 (Hoffenheim und Leipzig)
- fast vollständige Verschiebung der TV Rechte hin zum Pay TV auf unterschiedliche Anbieter
- mafiöse Strukturen in den Verbänden und kriminelle Handlungen (gekaufte WM, Steuerhinterziehung, Bestechung)

Viele haben einfach schon aufgrund der Entwicklungen in den letzten 15-20 Jahren den Kaffee auf. Und sind jetzt völlig entsetzt, dass in einem durchkommerzialisiertem Milliardengeschäft trotzdem alle Vereine jederzeit am Rande der Insolvenz stehen, sobald ein Zahlungsstrom unterbrochen wird.

Das oft gehörte „Dann geh doch Bezirksliga gucken, wenn das da besser ist“ zu antworten, ist dann auch ein Totschlagargument. Man kann vielleicht die Frau zwischendurch auswechseln, aber nicht den Verein. Und klar sieht man auch lieber Erstligafußball in großen Stadien. Und trotzdem muss man nicht automatisch jede Entwicklung gut finden.

Rein rational betrachtet sind Geisterspiele eine Lösung. Aber nicht emotional.


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