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Der Auftritt von Watzke war eher so semi (Fußball und Sport allgemein)

badevil, Dienstag, 17.03.2020, 12:37 (vor 2117 Tagen) @ Schnippelbohne

Sagen wir, der Auftritt war maximal ungeschickt.

Es gab eigentlich überhaupt keinen Anlass für diesen Auftritt. Die Liga kam ja gestern erst zusammen, das war am Freitag auch schon klar. Was hätte er also offizielles da mitteilen können? Ich fand ihn auch deshalb sehr gereizt in diesem Interview, weil die Moderatorin (schon zurecht) Fragen stellte, die er aber noch nicht beantworten konnte. Und dann kamen halt so Sätze raus, die nicht populär sind und eventuell auch eher aus der Hüfte geschossen kamen anstatt vorher zurechtgelegt.

Das, was er gesagt hat, sind alles legitime Überlegungen. Wenn man jetzt die Solidarität der großen Vereine mit den kleinen einfordert, muss man auf der anderen Seite darüber nachdenken dürfen, in welchem Ausmaß das Sinn macht und fair ist.

Da hat er auch recht. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Watzke nicht an Vereine wie F95 oder Paderborn denkt, sondern eher an Leipzig, Wolfsburg oder Schalke.

Was mich an dem Auftritt aber störte, ist schlicht sein fehlendes Gespür dafür, was man sagen kann und was man zwar denken kann, aber besser nicht ausspricht vor laufenden Kameras. Das war eher die Holzhammermethode.
Ernsthaft: Hat der Mann keine PR-Abteilung, die ihn mal auf Spur setzt??? Nötig wäre es offenbar.

Berechtigte Frage. Zumal - wie oben schon geschrieben - welchen Anlass gab es für ihn in diese Sendung zu gehen? Hat man sich hier mit Bayern/Rummenigge abgesprochen, dass jetzt Watzke mal für die großen Vereine sprechen soll? Überraschen würde mich heute nichts mehr.
Aber als Geschäftsführer wird er sich wahrscheinlich auch nicht unbedingt was von der PR-Abteilung vorgaukeln lassen wie nahezu jeder Spieler.

Irgendwie drängt sich ein wenig der Eindruck auf, als fehlten in seinem Umfeld Kritiker, die ihm auch mal deutlich sagen, wenn ein Auftritt so in die Hose geht. [...] Wenn er den Text so abgesegnet hat, spricht das schon für eine gewisse Eitelkeit.

Also, Watzke ist sicherlich sehr eitel - keine Ahnung, ob über die Jahre geworden oder ob er es vorher schon war. Nicht umsonst lässt man sich ja auch gleich zweimal vom Spiegel über mehrere Monate begleiten, um eine große Reportage über sich zu lesen.
Und die fehlenden Kritiker intern? Angeblich gibt es ja diesen Zirkel aus Freunden und so (u.a. sein Sohn soll ja auch dazu gehören). Aber er wäre auch nicht der erste, der sich verändert, wenn man so viele Jahre so viel richtig gemacht und Erfolg hatte.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich bin nach wie vor der Meinung, dass er einen sehr guten Job macht. Nur die Außendarstellung stört mich derzeit sehr.

Gehe ich mit.
Und ganz klar: ich finde es ätzend, wenn jetzt GF oder Präsidenten anderer Clubs nach und nach an die Medien gehen und Kritik äußern. Die Liga hat sich gestern getroffen. Wenn sie da gestern intern Kritik geäußert haben, gut, dann sollte das reichen. Aber jetzt noch zusätzlich oder womöglich überhaupt nur die Medien zu benutzen, bringt gar nichts.


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