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Geld schießt keine Tore... (BVB)

Tremonius09, Dortmund, Mittwoch, 08.01.2020, 22:26 (vor 2433 Tagen) @ Blackyellow

Kann nicht nachvollziehen wie man sich als BVB Sympathisant über einen Sancho Abgang "freuen" kann. Um den sportlichen Wert aufzufangen, müßte man mindestens 200 Mio € bekommen, um ihn gleichwertig ersetzen zu können.
Ein Weggang wirft den BVB um Jahre zurück. Sein Nachfolger wird lange brauchen bis er ähnliches Niveau erreicht hat. Meiner Meinung müßte man als BVB diese Art Spieler halten bis sie 24/25 sind. Bis dahin könnte man gut einen Nachfolger aufbauen. Man sollte größer denken.

Ich glaube niemand (um nicht den Ausdruck BVB-Sypathisant zu verwenden) freut sich,wenn ein Ausnahmespieler wie Sancho uns verlässt. Ich freue mich,dass es mir möglich war seinem genialen Fußball gelegentlich beizuwohnen,hin und wieder sogar live! Die Ablösesummen sind für mich wenig relevant,so lange auch hier Geld verbrannt wird und Transfers,Handgelder,Beraterhonorare realisiert werden,die jenseits jedweder Vernunft sind.

Würde jemand sagen,wir nehmen die Ablösesumme (in Ermangelung eines adäquaten Ersatzes) und investieren die Summe in die Nachwuchsförderung und ein funktionierendes Scouting-System,wäre mir das allemal lieber,als einem Nachfolger hinterher zu laufen,der aber in 2 Jahren auch wieder weg ist.
Und dann? Same procedure as every year?!

Dieses System ist krank!

Der BVB ist 110 Jahre alt und hat diverse Zeittrends überlebt. Sein größtes Kapital war immer die Identifikation,die Hingabe der Spieler zu ihrem Verein!
Und warum identifiziert(e) man sich mit seinem Verein?
Weil er die Familie war,die aus Zehntausenden bestand,die auch schon mal den Borsigplatz schwatzgelb angestrichen haben.
Ich glaube gar nicht, dass die letzte Generation der Dembelés,Aubameyangs, Sanchos überhaupt annähernd erahnen,für welchen Verein sie spiel(t)en.
Ich werfe ihnen das auch noch nicht einmal vor,sondern ich freue mich dass sie mir das ein oder andere wunderbare Erlebnis bereitet haben und dann ihrer Wege gehen.

Aber die Piszczeks,Kubas,Kollers,Freys,Benders,Schmelzers,Reus (um nur einige zu nennen) sind/waren mir genau so lieb und wert.

Größer denken?

Gerne! Nichts spricht gegen Denken! Im Gegenteil. Es verhindert u.U. weitere "Supertransfers",wie sie sich letztens gehäuft haben.

Wenn beim "Größer denken" dann eine Spielidee oder sogar eine Spielphilosophie zutage tritt,die uns weiter bringt, dann bin ich ein glühender Verfechter dieser Idee.
Wenn aber "größer denken" an Summen jenseits der 100 Mio festgemacht wird,dann bin ich eher für ein "back to the roots",im Sinne von "was hat den BVB immer ausgemacht,und wie hat er sich von der Masse der anderen unterschieden!?"


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