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FAZ.NET zum voraussichtlichen Abschied von Mario Götze (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 08.01.2020, 18:57 (vor 2433 Tagen) @ buenosbuenos

Da würde ich mich absolut anschließen.
Klar ist, dass der Götze-Transfer ebenfalls ein Flop ist.
Im Gesamtpaket ist das aber für mich deutlich nachvollziehbarer:

> -Bayern ein Schnippchen schlagen

-"Verlorener" Sohn
-Unglaubliches Potential
-Marketing-Möglichkeiten & gewissermaßen Dortmunder Jung


Dass man aber AS geholt hat, von dem eigentlich jeder wusste, dass er limitierte Möglichkeiten hat und extrem überbezahlt werden muss...
Dazu ohne jegliche Not, für mich immer noch absolut unglaublich, dass wir ihn verpflichtet haben.

Es waren wohl eher die Bayern, die uns ein gleich doppeltes Schnippchen geschlagen haben.

Götze wurde von den Clubverantwortlichen der Bayern als teure Fehlinvestition identifiziert. Rode wurde ebenfalls als ‚Flop‘ eingestuft, auch wenn die Investition in ihn gegenüber der in Götze quasi ‚peanuts‘ war. Für beide Spieler war der BVB der Abnehmer, und diese Doppelinvestition war für uns letztlich eine einzige Geldverbrennung.

Dass wir dann auch noch Schürrle verpflichtet haben, war dann sarkastisch ausgedrückt das Flop-Triple.

Was Götze anbelangt, so hat seine Entscheidung, das Angebot der Bayern 2013 anzunehmen, zu einer ‚lose-lose-lose‘-Situation geführt:

- Die Bayern haben sich deutlich mehr von seiner Verpflichtung versprochen, haben eine hohe Ablösesumme (plus Handgeld etc.) sowie ein sehr hohes Gehalt bezahlt. Letzteres wiederum hat im Endeffekt dazu geführt, dass Kroos den Club verlassen hat, was den Bayern gerade in der CL geschadet hat.

- Der BVB ist durch den Fortgang Götzes in seiner Entwicklung gehemmt worden. Ihn zurückzuholen hat einiges an (nicht nur finanziellem) Aufwand gekostet und sich am Ende nicht gelohnt. Die Erkrankung war nicht vorhersehbar, dennoch bleibt der Eindruck, dass diese Rückholaktion eher ein Ausdruck des Bemühens war, die Uhr in alte Klopp-Zeiten zurückzudrehen als eine Investition in die Zukunft. Die Verpflichtung eines teuren Spielers ist immer auch ein Signal. Nur leider erwies sich der Rücktransfer Götzes jenseits seiner Qualität als Fußballer nicht als Signal zur Attacke, sondern als Rohrkrepierer. Ein Führung muss nach vorne schauen, nicht zurück.

- Götze selbst hat finanziell nur profitiert. Sowohl bei Bayern, als auch beim BVB hat er eine stattliche Summe verdient bzw. verdient er diese noch. Hinsichtlich seiner sportlichen Entwicklung dagegen kam zunächst die Stagnation, dann der Abstieg. Bei Bayern die Erwartungen nicht erfüllt, beim BVB ebenso nicht, seinen Platz im Nationalteam verloren. Über die Gründe und Ursachen mag man sich streiten und ihm dabei einiges zugutehalten. Aber am Ende kann man ihn nicht von der eigenen Verantwortung für die Entwicklung freisprechen.

Ich persönlich sehe nach wie vor Götzes fußballerische Qualitäten und war auch nicht gegen seine Rückkehr eingestellt. Allerdings sehe ich auch seine fußballerischen Defizite und das Missverhältnis zwischen aktueller Leistung und aktuellem Gehalt. Es dürfte wohl das beste für alle Beteiligten sein, wenn er noch in der Winterpause ginge.


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