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FAZ.NET zum voraussichtlichen Abschied von Mario Götze (BVB)

Blarry, Essen, Mittwoch, 08.01.2020, 19:09 (vor 2433 Tagen) @ Will Kane

- Der BVB ist durch den Fortgang Götzes in seiner Entwicklung gehemmt worden. Ihn zurückzuholen hat einiges an (nicht nur finanziellem) Aufwand gekostet und sich am Ende nicht gelohnt. Die Erkrankung war nicht vorhersehbar, dennoch bleibt der Eindruck, dass diese Rückholaktion eher ein Ausdruck des Bemühens war, die Uhr in alte Klopp-Zeiten zurückzudrehen als eine Investition in die Zukunft. Die Verpflichtung eines teuren Spielers ist immer auch ein Signal. Nur leider erwies sich der Rücktransfer Götzes jenseits seiner Qualität als Fußballer nicht als Signal zur Attacke, sondern als Rohrkrepierer. Ein Führung muss nach vorne schauen, nicht zurück.

Es ist aber auch ein hanebüchener Anflug von Kaffeesatz und Was-wäre-wenn, zu behaupten, man hätte an Götzes Statt Spieler verpflichten können, die die Mannschaft weiter gebracht hätten. Von denen ist auch keiner vor Krankheit oder Verletzung immun, und Götze ist beileibe nicht der einzige Zugang im Bereich von 20 Millionen, der bei uns über seine volle Dienstzeit betrachtet nicht wirklich einschlug. Auch hätte man mit "dem Gehalt" weder einen Auba noch einen Ous noch einen Ilkay gehalten, einfach weil die sportlich eine ganz andere Schuhgröße waren als der BVB.


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