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Wenn LF sich weiterentwickelt (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 01.11.2019, 14:53 (vor 2491 Tagen) @ Basti Van Basten

Eine Änderung von grundsätzlichen Persönlichkeitsmerkmalen ist generell im Erwachsenenalter nicht einfach. Aber hier ging es ja jetzt vor allem auch um fachliche Dinge. Es ist ja nicht so, dass Favre auf einmal zum Klopp mutieren muss (auch wenn das vermutlich das einzige wäre, womit man hier einige befriedigen könnte). Es geht schlicht und einfach darum, seinen Fußball ein bisschen zu modifizieren. Aus meiner Sicht würden an vielen Stellen nur ein paar Teelöffel anderer Gewürze fehlen, um das ganze gleich viel schmackhafter zu machen. Auch, wenn das sicher nicht in die Alles-ist-Scheiße-Attitude an mancher Stelle hier reinpasst.


Sehe ich so und so hatte ich es auch gemeint. Weiterentwicklung heißt für mich auch, dass er nicht stur an seinen fußballerischen Vorstellungen festhält, sondern sich offen gegenüber Veränderungen zeigt. Das ist wohl so passiert als es um die Verteidigung von Ecken ging. Und wenn das in anderen Bereichen auch möglich ist, dann ist er nach wie vor gut aufgehoben bei uns - jedenfalls so lange bis der Allmächtige zu uns zurückkehren will. ;-)

Die Frage ist, wie der jeweilige Zustand der Mannschaft und die Fähigkeiten und die Form einzelner Spieler sind, um den eigentlichen Vorstellungen Favres entsprechend Fußball zu spielen.

Im Pokalspiel gegen Gladbach konnte man schon einige Veränderungen sehen. Sicherlich haben diese Veränderungen gerade in der ersten Halbzeit noch nicht so gefruchtet wie vielleicht erhofft, aber es geht im Fußball weniger um den Knoten, der platzt, sondern viel eher um Entwicklung. Und die kann nicht immer so zügig wie gewünscht erfolgen.

Die Mannschaft hat sich von Beginn an bemüht, schnell und direkt nach vorne zu spielen. Die Aufstellung war auch entsprechend. In der letzten Viertelstunde des Ligaspiels gegen Gelsenkirchen hatte Favre Delaney vom Feld genommen und Weigl ins zentrale Mittelfeld vorgezogen. Ein entscheidender Grund, warum wir in dieser Schlussviertelstunde deutlich zügiger, direkter und teils auch vertikaler nach vorne gespielt haben. Folgerichtig spielte Weigl von Beginn an im Pokal gegen Gladbach und nicht Delaney. Man könnte nun sagen, da hätte Dahoud hingehört. Theoretisch sicherlich, praktisch wäre mMn das Risiko hinsichtlich der Defensivarbeit zu hoch gewesen. Und auch bei Brandt war zu erkennen, dass er um direktes, schnelles Spiel nach vorne bemüht war. Ebenso sollte man hier Zagadous Spieleröffnung erwähnen, die z.T. sehr direkt u;d schnell nach vorne gerichtet war.

Dass dies alles noch nicht so richtig funktioniert hat in der ersten Halbzeit, lag an verschiedenen Dingen. Zum einen natürlich am Gegner, der vieles unterbinden konnte. Zum anderen am ungenauen, mitunter zu gewagten und auch zu lässigem Passspiel. Auch das Spiel ohne Ball ließ zu wünschen übrig. Doch dies alles hat sich in der zweiten Halbzeit sukzessive verbessert. Sonst hätten wir auch das Spiel nach dem Rückstand nicht noch wenden können. Natürlich hat uns auch das Nachlassen der Kräfte bei den Gladbachern und unsere Einwechseloptionen in die Karten gespielt. Aber eine Steigerung in der zweiten Halbzeit war definitiv vorhanden.

Ich bin optimistisch, dass diese Entwicklung im Spiel gegen Wolfsburg weitergehen wird. Peu à peu.


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