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Brandts Körpersprache nach seinen Toren (BVB)

Torwartfehler, Donnerstag, 31.10.2019, 10:31 (vor 2401 Tagen) @ Will Kane

Julian Brandt wird ja nun aufgrund seiner Tore zum Matchwinner gemacht.


Ist halt so, wenn man zwei Tor erzielt bei einem 2:1-Sieg.

Man könnte auch Götze oder Hazard nennen. Nicht nur, weil sie das Siegtor ausgezeichnet vorbereitet haben. Aber eine Mannschaft verliert zusammen und sie siegt zusammen.


Ja, man merkte, dass er auf der 10 sehr viel besser aufgehoben ist. Er spielte kluge, tiefe Pässe, aber trotzdem waren während des Spiels noch viele Fehler dabei. Schlechte Ballannahmen, einige Fehlpässe und von Lauffreude eher nix zu sehen, sondern manchmal fast schon lethargisches Nebenhertraben.


In der ersten Halbzeit hat Brandt in der Tat unglücklich gespielt. Wenn man das Spiel schnell machen und den Ball direkt und dazu eher vertikal weiterleiten will, dann ist das auch immer ein hohes Risiko. Die kleinste Ungenauigkeit und der Ball geht ins Nirwana oder landet beim Gegner. Auch sind Weiterleitungen mit der Hacke für den Gegner überraschend und sehen auch oft spektakulär aus - wenn sie den ankommen. Wenn nicht, dann ist es unnötig und schlampig obendrein.


Dann macht er die 2 Buden, das erste eher glücklich, das zweite mit dem Doppelhackentrick megastark eingeleitet.


Brandt wurde im Verlauf der zweiten Halbzeit immer sicherer und dadurch auch wirkungsvoller in seinen Spiel, auch vor seinen ersten Treffer. Das lag in erster Linie daran, dass er einfacher und dadurch auch sicherer gespielt hat. Seine Pässe waren dadurch besser getimt und präziser und erreichten so den Mitspieler auch besser. Dadurch erwarb er sich die Sicherheit, wieder risikoreichere Pässe zu spielen. Und das Sebstbewusstsein für den eigenen Abschluss.


Doch was für mich viel mehr heraus stach als die beiden Tore war seine Körpersprache danach. Man merkte, wie viel Selbstbewusstsein ihm das offenbar gegeben hat. Auf einmal sprintete zu den Bällen, ging mit hartem Körpereinsatz in den Gegenspieler und mit zu den Kopfbällen hoch. Beeindruckend.


Mit seinem zweimal abgefälschten Schuss zum Ausgleich hat er das Glück erzwungen. Und nichts ist erfolgreicher als der Erfolg. Seine Leistungssteigerung auch nach dem Ausgleich war in meinen Augen eine Konsequenz aus seiner Bereitschaft, sich durch einfacheres Spiel Sicherheit zu holen, um dann quasi mit größerer Sicherheit risikoreicher spielen zu können.


Ich hoffe, die Tore könnten für ihn ein Brustlöser sein und er in Zukunft auf dem Platz ähnlich präsent, wie gestern in den letzten 10 Minuten.


Fußball ist nicht nur ‚Zocken‘ oder ‚Hacke-Spitze-1-2-3‘. Wenn es bei Brandt nicht gelaufen ist, dann hat er auch zu Leverkusener Zeiten irgendwann die Flügel hängen lassen im Spiel. Gestern hat er gezeigt, dass er bereit sein kann, im Verlaufe eine Spiels an sich zu arbeiten. Ob es mehr war als eine Eintagsfliege, wird sich zeigen. Ich hoffe nicht.

Gut beschrieben. Aber auch in Halbzeit 1 fand ich ihn schon deutlich verbessert.


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