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Mut zur Stille und trübe Tassen (BVB)

Candamir85, Siegen, Freitag, 09.03.2018, 12:21 (vor 2856 Tagen) @ bernddasbrot

Grundsätzlich finde ich es erst mal prima, dass sich überhaupt Gruppen um den Support bemühen. Dennoch hoffe ich bei den "Aktiven" rund ums Megaphon, dass sie mal den Mut zur Stille finden. Und wenns nur 30 Sekunden oder eine Minute ist: Ab und zu mal Stille wäre für die Stimmung eher förderlich als schlecht.

Einerseits, um dem Support im wahrsten Sinne des Wortes Zeit zum Luftholen zu geben, um neue Spannung aufbauen zu können. Andererseits sehe ich eine kleine psychologische Komponente. So lange "die da in Drölf" für einen durchgehenden Klangteppich sorgen, kommt beim normalen Zuschauer mittlerweile ja gar nicht mehr Gedanke auf, dass er auch ein Stück weit für die Stimmung mit verantwortlich ist. Und die Möglichkeit, dass woanders als über die Soundanlage mal was angestimmt wird, ist gar nicht gegeben.

Ich vermisse donnernde Schlachtrufe, die die Mannschaft anfeuern!

Ich auch. Aber donnernd ist inzwischen kaum noch möglich, weil die Bereitschaft zum Support vielen gar nicht mehr innewohnt. Das nehme ich keinem übel, aber es ist so. Nicht mal in den ersten Minuten, wo du dich ja eigentlich noch auf das Spiel freust, ja nicht einmal beim Vereinslied wird dann mitgemacht.

Trübe Tassen wohin man sieht! Ich stehe in Block 81, wo du inzwischen manchmal verwunderst angeguckt wirst, wenn du laut singst. Das ist natürlich auch eine Sache des Alters, das ich im Schnitt auf 45 bis 50 schätze. In dem Bereich, in dem ich normalerweise stehe, schätze ich nur einen, der regelmäßig da ist, auf unter 30. Junge Menschen sind leichter zu euphorisieren, haben eine bessere Konstitution, haben noch nicht alles erlebt. Wenn davon aber keine da sind, kannst du nicht viel Ekstase erwarten. Früher wären die älteren Fans vielleicht auf Sitzplätze gewechselt, wo viele wohl auch jetzt hingehen würden - wenn es a) dort Dauerkarten geben würde und b) diese nicht so immens teuer wären. Mein Papa, 65, ist so ein Fall.

Für falsch halte ich die These, dass die Stimmung viel besser wäre, wenn denn das Team nur mal besser spielen würde. Champagner-Fußball hatten wir unter Tuchel Jahre phasenweise noch, trüb war es auf der Tribüne dennoch. Eine gewisse Verwöhntheit und die zunehmend schwerer werdende Identifikation mit den Spielern spielen dabei natürlich auch eine Rolle.

Zum Thema Schlachtruf: Dort wird seit Ewigkeiten nichts Neues der Kategorie "kurz und knackig" gesungen. Das "allez allez allez oh BVB null neun" müsste von 2002 sein und allzu viel Neues ist seitdem nicht erdacht bzw. etabliert worden. Woran liegt das?


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