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Der Sieg ist was zählt (Spieltage)

CF, Donnerstag, 22.10.2026, 08:45 (vor 4 Stunden, 17 Minuten) @ markus

Du räumst selbst ein, dass du nicht beurteilen kannst, ob der Fußball, den du gerne sehen würdest, mit dem vorhandenen Kader oder Trainer überhaupt möglich ist. Genau da liegt doch der Knackpunkt. Du hast eine Vorstellung davon, wie Fußball für dich aussehen soll, weißt aber selbst nicht, ob diese Vorstellung unter den gegebenen Voraussetzungen realistisch umsetzbar ist.

Deshalb wünsche ich mir ja für den Club, von dem ich Fan bin (nicht von einzelnen Spielern oder dem Trainer), dass er sich möglichst so aufstellt, dass es mir gefällt, was da auf dem Rasen passiert. Das betrifft dann sowohl die Verpflichtung des entsprechenden Trainers als auch ggfls. Spieler.

Der Vergleich mit Fliesen oder einer Narbe hinkt deshalb auch ein wenig. Du kannst beurteilen, ob dir das Ergebnis optisch gefällt. Daraus folgt aber nicht, dass du weißt, wie man mit den vorhandenen Mitteln ein anderes Ergebnis erreicht.

Die Mittel für das gewünschte Ergebnis müssen die Verantwortlichen bereitstellen/organisieren.

Und natürlich kann Fußball auch anders aussehen. Die Frage ist nur, zu welchem Preis und mit welchen Spielern. Bei 400 Millionen Euro weniger Umsatz als die Bayern und gravierendem Wettbewerbsnachteil gegenüber Investorenklubs kommen die besten Spieler nicht zum BVB.

Das ist deine individuelle These. Die unterstellt, dass man den von mir gewünschten Fussball nur mit den teuersten Spielern der Welt erreichen kann. Trugschluß würde ich meinen. Lös dich mal von der Prämisse, dass alle frustriert sind und die Meisterschaft wollen. Es gibt noch eine Qualität Spieler, die zwischen den Bayern und Stuttgart/Freiburg liegt.

Ich habe jetzt nicht nachgeschaut, wie lange du schon hier angemeldet bist und wie lange du bereits unzufrieden bist. Ist das wirklich erst unter Kovac so? Oder war das auch schon unter Sahin, Terzic, Rose, Favre, Stöger, Bosz und Tuchel der Fall? Laut vielen im Forum waren die nämlich alle schlecht.

Sahin, Bosz und Stöger waren ja Missverständnisse bzw. Übergangs-Notlösungen. Bleiben Terzic, Rose, Favre und Tuchel. Ich gehöre zu denen, die die Ansätze von Tuchel und Favre mochten und ich bin mir sicher, dass Favre heute anders beurteilt würde. Ich fand seine Entlassung falsch. Rose wurde hier nicht fair behandelt. Seine Arbeit stand von vorne herein unter keinem guten Stern. In dieser Zeit fing es an, in die falsche Richtung zu gehen. Unter Terzic konnte ich keine Strategie mehr erkennen. Der Fussball war irgendwie chaotisch und unsouverän.

Wenn einem der BVB seit zehn Jahren keinen Spaß mehr macht, stellt sich doch die Frage, wie sinnvoll es ist, überhaupt noch weiterzuschauen. Das ganze kostet neben sehr viel Zeit ja auch inzwischen einiges an Geld.

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die mit ihrem Partner nach 40 Jahren Schluß machen, weil man sich gerade in einer Phase befindet, in der vielleicht die wirtschaftliche Situation stimmt, die Familie gesund ist und der Job auch ok, aber irgendwie neben der Pflicht die Kür zu kurz kommt. Dass beide daran i.d.R. ihren Anteil haben ist mir schon klar. Ich bin ja Fan des BVB, nicht von Kovac oder Spieler XY, d.h. ich hinterfrage meine Erwartungen schon. Nun kann ich entweder die Partnerschaft beenden, den Status Quo akzeptieren, indem ich meine Ansprüche senke oder ganz offen mit meinem Partner kommunizieren und das ausdrücken, was mir auffällt mit dem Ziel, doch vielleicht wieder eine gute gemeinsame Zukunft zu haben. Und letzteres tue ich im übertragenen Sinne;-)
Nur komm mir bitte jetzt nicht wieder mit 10 Jahre Frust und dass man am Status Quo eh nichts ändern kann, weil es nun mal so ist wie es ist.


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