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Der Sieg ist was zählt (Spieltage)

markus, Mittwoch, 21.10.2026, 19:46 (vor 9 Stunden, 46 Minuten) @ Murksknüller

Genau! Jeder erlebt ein- und dasselbe Spiel völlig anders. Von den Fans der jeweils gegnerischen Mannschaft wollen wir gar nicht erst reden…

Das ist aber gerade das Schöne, finde ich auch. Unter meinen Kollegen hier gibt es viele Kölner und Gladbacher, die froh wären in unserer Situation zu sein. Das ist Jammern auf hohem Niveau, was wir betreiben.

Das Schöne aber ist doch das Frotzeln am Montag. Je nach Montag darf man dann austeilen oder muss auch einstecken. Das Einstecken muss man natürlich aushalten können, aber dafür sind wir ja Kollegen und der Fußball verbindet uns.

Am Dienstag beginnt dann wieder alles bei null – und das Vorgeplänkel auf das nächste Wochenende geht los…

Zwischen ein bisschen Frotzeln und dem Versuch, bis ins kleinste Detail erklären zu wollen, was bei uns alles schiefgelaufen ist, besteht noch einmal ein großer Unterschied. Ich habe noch nie verstanden, warum manche Fußballfans den Experten geben, obwohl sie in Wahrheit in den meisten Fällen wenig bis gar keine Expertise haben und deshalb weder einen solchen Beruf ausüben noch jemals im Doppelpass eingeladen werden.

Und dann macht es ja auch noch einmal einen Unterschied, ob einem das Ganze überhaupt Spaß macht oder nicht. Viele User berichten schließlich selbst, dass sie unzufrieden sind. Das kann aus meiner Sicht nur an einer überzogenen Erwartungshaltung liegen, die sie sich durch ihr ständiges Hinterfragen selbst schaffen. Wenn das dann dazu führt, dass man im eigenen Umfeld negative Stimmung verbreitet (kann gerade online mit hoher Reichweite passieren), schadet man damit am Ende sogar aktiv dem eigenen Verein.

Ich habe nicht die nötige Expertise, um beurteilen zu können, ob Kovac die richtigen oder falschen Entscheidungen trifft. Deshalb versuche ich das gar nicht erst. Anhand von Statistiken und Erfahrungswerten lässt sich allerdings recht schnell erkennen, welche Ergebnisse am Ende realistisch sind und ob diese erreicht werden. Wenn man sieht, dass die Bayern als mit Abstand finanzstärkster Verein selbst in einer außergewöhnlich guten Saison acht von 34 Spielen nicht gewinnen, ist es schlicht und ergreifend normal, dass der BVB gegen dieselben Gegner noch einige Spiele mehr nicht gewinnt.

Wir haben nun die ersten beiden Unentschieden erlebt, und erwartungsgemäß werden noch weitere acht bis zwölf Spiele dazukommen, die wir nicht gewinnen werden. Soll man sich darüber jedes Mal aufs Neue aufregen? Oder wäre es nicht sinnvoller, erst dann kritisch zu werden, wenn es tatsächlich zu viele solcher Spiele werden? Zu viele heißt für mich: wenn die Saisonziele in Gefahr geraten. Kovac hat einen außergewöhnlich hohen Punkteschnitt. Damit kann man dann auch mal zufrieden sein, statt ständig das Haar in der Suppe zu suchen.


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