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Der Sieg ist was zählt (Spieltage)

markus, Mittwoch, 21.10.2026, 16:49 (vor 8 Stunden, 31 Minuten) @ CF

Wenn man viele Jahre intensiv Fußball verfolgt, jede Situation schon zig mal erlebt hat, guten Fußball und schlechten Fußball kennt - ist es für mich nur natürlich, dass man sich Gedanken darüber macht, was gerade aktuell auf dem Platz geschieht, was gut läuft und was besser laufen könnte und wo man der Meinung ist, dass man anders agieren sollte.

Für mich ist das ebensowenig von Fußball trennbar wie die Unterstützung der Mannschaft.


Es wäre auch irgendwie schräg, nicht mehr die Arbeit von Politikern, Handwerkern, Ärzten und und und beurteilen und diskutieren zu dürfen, nur weil die ausbildungstechnisch mehr Erfahrung oder Kompetenz besitzen sollten. Wtf?


Dürfen tust du das alles. Ich hinterfrage nur die Sinnhaftigkeit. Wenn das am Ende dazu führt, dass man aufgrund falscher Erwartungshaltungen nur noch frustriert ist, welchen Sinn hat es dann überhaupt noch, weiterhin Fußball zu gucken? Und in den anderen Bereichen sind die Auswirkungen noch gravierender: In der Politik führt der Frust dann zu mehr AfD-Wählern, bei Ärzten vielleicht dazu, notwendige Behandlungen durch Homöopathie zu ersetzen. Und Handwerker arbeiten erfahrungsgemäß am besten, wenn man nicht belehrend permanent daneben steht.

Ich finde es eine absolute Unart, anderen Menschen mit Kompetenz in ihren Bereichen entsprechend reinreden zu wollen.


Das ist so dermaßen schräg, dass es weh tut.
Zunächst einmal unterstellst du hier vielen, dass sie frustriert sind. Es besteht aber ein Unterschied zwischen Frust und einer gewissen Unzufriedenheit und Unzufriedenheit ist das, was ich hier in den allermeisten Fällen wahrnehme bei der Kritik an Kovac oder der Spielweise.
In der Gesellschaft haben viele Leute absoluten Grund dazu, unzufrieden und sogar frustriert zu sein. Dass viele dann die Entscheidung treffen, AFD zu wählen, ist zwar leider so, aber verantwortlich dafür ist eben auch die aktuelle Politik in vielen Bereichen, mit deren Ergebnissen die Menschen leben müssen. Und natürlich habe ich auch eine gewisse Erwartungshaltung, wenn ich Tätigkeiten von Handwerkern erledigen lasse und ich habe noch nie erlebt, dass ich nicht zwischendurch sich anbahnende Fehler bei der Ausführung der Arbeiten unterbinden musste. Auch die Arbeit von Ärzten ist leider nicht immer so erfolgreich, wie sie sein könnte. Da passieren so dermaßen viele Fehler, nur sind die Auswirkungen dann oftmals gravierender als bei Handwerkern.
Es ist also absolut angebracht, diesen Leuten bei ihren unterschiedlichen Tätigkeiten ständig auf die Finger zu schauen, sich Zweitmeinungen einzuholen (insbesondere bei Ärzten!), die Fortschritte bei der Arbeit zu beobachten, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

Dass du direkt mit „so dermaßen schräg, dass es weh tut“ einsteigst, spricht jedenfalls nicht gerade dafür, dass du dich sachlich mit Argumenten auseinandersetzen, sondern einfach meckern möchtest.

Wenn die eigenen Erwartungen dauerhaft an der Realität scheitern und daraus vor allem Frust entsteht, sollte man vielleicht auch die Erwartungen hinterfragen, statt immer nur den Verantwortlichen die Kompetenz abzusprechen.


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