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Hmmm (+ Ricken) (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 22.03.2026, 22:44 (vor 16 Stunden, 34 Minuten) @ TiRo

Das macht mir aus Sorgen. Kehl kannte vermutlich einige der jetzt in dem Bereich Verantwortlichen noch aus der Zeit als aktiver Spieler und konnte später weiter von Zorc un die Netzwerke eingebunden werden.

Mir fehlt da wirklich das Vertrauen, dass Book das aus dem Stehgreif hinbekommt. Als Verantwortlicher in Elversberg wird er einfach in komplett anderen Gewässern unterwegs gewesen sein. Nichts kritisches gegen seine bisherige Arbeit, aber da fehlt mir wirklich ein Zwischenschritt.


Welchen Zwischenschritt hat denn Lars Ricken getätigt bevor er zum Geschäftsführer Sport berufen wurde?

Nils-Ole Book war nach seiner Laufbahn als Spieler als Scout, Leiter des Scoutings, Sportdirektor und nun seit einiger Zeit als Sport-Vorstand tätig. Er hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt.

Und Ricken?

Als Verantwortlicher für den Nachwuchsbereich des BVB kann er lediglich in einem kleinen Teilbereich Erfahrung vorweisen, der zum Verantwortungsbereich eines Geschäftsführers Sport gehört. In allen wesentlichen Bereichen fehlt Ricken jegliche Erfahrung.

Wer jemanden mit einer solchen defizitären Expertise zum Geschäftsführer Sport des zweitbesten Fußballclubs Deutschlands macht, der kann allemale einen Nils-Ole Book zum Sportdirektor machen. Denn die Prinzipien des Geschäfts kennt er.

Außerdem wird es für den BVB nicht leicht, einen auch auf Bundesliga-/CL-Ebene erfahrenen Sportdirektor zu finden. Wer würde denn einen unerfahrenen Chef akzeptieren, der einen externen Berater benötigt, der offensichtlich immer noch als Graue Eminenz Einfluss ausübt? Da müsste der Druck schon sehr hoch sein.

Ich persönlich würde Nils-Ole Book abraten. Nicht nur, weil sein früherer Trainer erkennen musste, wie leicht man in einem Haifischbecken zum Sündenbock werden kann. In Elversberg herrscht Vertrauen unter den handelnden Personen, ein nicht unwichtiger Aspekt des Erfolges. Beim BVB würde er in einen Intrigantenstadl kommen, in dem er niemanden kennt.

Natürlich liegt es an ihm zu entscheiden, wobei die SVE da auch noch ein Wörtchen mitzureden hätte. Steine würde man ihm nicht in den Weg legen, eine Nachfolgelösung sollte man in der Schublade haben, aber Unruhe würde es geben und eventuelle Aufstiegsambitionen müsste man wohl somit begraben.

Da ich nicht alles lesen konnte heute: Kannst du ein wenig zu Book schreiben? Du kennst dich in Elversberg ja ganz gut aus ;)

Was seine Arbeit anbelangt, so kann man Nils-Ole Book als analytisch, strukturiert, organisiert, fleißig beschreiben. Er ist einerseits teamorientiert, andererseits weiß er zum richtigen Zeitpunkt Entscheidungen zu treffen. Er kann Situationen sehr gut einschätzen und weiß, wann es sich lohnt Wege weiter zu verfolgen und wann es keinen Zweck hat.

Von Mitarbeitern, Kollegen, Verhandlungspartnern und Vorgesetzten wird seine Zuverlässigkeit, seine Offenheit und seine Vertrauenswürdigkeit geschätzt. Er sorgt für die stete Optimierung in seinem Team und duldet keine Profilierungsversuche wie auch er sich nicht künstlich in den den Vordergrund stellt. Er weiß, dass der Club nur erfolgreich sein kann, wenn man tatsächlich und nicht nur verbal an einem Strang zieht.

Außerdem verfügt er über eine ausgeprägte Menschenkenntnis. Er kann sehr gut einschätzen, wer ins Team passt und wer nicht. Sein für mich vielleicht größtes Plus ist es, dass er nicht den ‚Kumpeltyp‘ verkörpert. Dabei ist er nahbar, auch wenn man auf den ersten Blick den Eindruck von Distanziertheit haben mag. Das positive Verhältnis zu den Menschen in seinem Umfeld, aber auch zu Geschäftspartnern ist nicht per Schulterklopfen und Umarmung zustandegekommen, sondern gewachsen. Die Erfahrung sich auf jemanden verlassen zu können ist nachhaltiger als jede vermeintliche Jovialität. Er ist kein Begeisterer, aber ein Überzeuger.


Deine Zeilen zu Ricken finde ich nicht ganz fair, denn er bringt eigentlich alle Qualifikationen für einen GF Posten mit. Zudem finde ich, dass er mit seinen Entscheidungen schon Klarheit demonstriert.

Kern meiner Aussagen war, dass man nicht einem Book die Qualifikation für einen Sportdirektorenposten absprechen kann, wenn man Ricken die Qualifikation für die Position des Geschäftsführer Sport zubilligt.


Sahin raus, Mislintat raus, Sammer wollter er ganz raus haben (am Ende nur Gehalt gekürzt + öffentliche Abreibung), Kehl raus. Kovac holen.

Der macht schon viel richtig.

Das mag schon sein, das will ich gar nicht in Abrede stellen. Allerdings handelte es sich bei all diesen Entscheidungen um solche, die überfällig waren. Diese Probleme drohten dem Club erheblichen Schaden zuzufügen und Ricken war an der Entstehung dieser Problem selbst maßgeblich beteiligt. Er hat Sahin mit als Cheftrainer installiert, er hat das schwammige Konstrukt mit Mislintat zu verantworten. Ob er tatsächlich die vollständige Trennung von Sammer beabsichtigte, wissen wir nicht. Letzterer ist jedenfalls noch da.

Dass Kehl und der BVB nun getrennte Wege gehen, kann auch darauf zurückzuführen sein, dass Kehl von sich aus woanders sein Glück versuchen will. Oder dass Kehl für Ricken ein Bauernopfer ist, weil es für ihn selbst eng wird. Es war übrigens Ricken, der Kehl unbedingt als Sportdirektor haben/behalten wollte.

Was Kovač anbelangt, so wollte Ricken (und wohl auch Watzke) einen Interimstrainer bis zum Saisonende haben. Nur weil Kovač auf einem längeren Vertrag beharrte und es keine entsprechende akzeptable Alternative gab, kam es zur Verpflichtung. Dass man nun den Weg mit Kovač weitergeht ist selbsterklärend, wenn man sich die Entwicklung der Mannschaft anschaut.

Alles hat zwei Seiten.


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