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Neue Torwart-Pläne beim BVB enthüllt (BVB)

koom, Mittwoch, 30.04.2025, 10:21 (vor 287 Tagen) @ TerraP

Danke, sehr spannend wieder die Klugscheißerei. ;-)

Noch mal dumm gefragt: Was macht denn nun Guardiolas Pass- und Positionsspiel besonders? Nur teure Spieler ja wohl nicht. Sind die Lücken nicht so dämlich groß? Wird die Gefahr des Ballverlusts minimiert? Die Effektivität nach vorne maximiert?

Im Grunde hat Guardiola die gleichen Probleme, aber seine Detailversessenheit und Trainingsarbeit ist extrem gut. Selbst den Triplesiegern des FC Bayern brachte er erstmal eine Paßschule bei, als absolute Grundlage. Es ging nicht nur darum, den Ball zum eigenen Mann zu bringen. Sondern es sollte ein bestimmter Fuß dabei angespielt werden, damit es dieser auch einfacher hat, ihn weiterzuverarbeiten. Dazu Schärfe, Genauigkeit usw.

Dazu dann natürlich minutiös eintrainierte Laufwege, Abstände, Absicherungen. Viele fanden es furchtbar, dass er auf Martinez im Mittelfeld verzichtete (der quasi der Hauptgrund für das Triple war) und später Alonso holte. Das hatte auch was damit zu tun, dass Guardiola kein Freund vom Zweikampf war, stattdessen das System ausnutzte und lieber "taktisch kluge Foulspiele" verwendete. Alonso war darin ein Meister. Bisserl Arsch raus, Gegner schubsen. Kein Gelb, aber Konter frühzeitig gestoppt.

Das Problem "Konter" hat er also dadurch gestoppt, indem er dafür sorgte, dass hinter dem Ball immer wichtige Spieler vorhanden waren. Bei Ballverlust waren direkt mehrere Spieler zugriffsfähig (eher Offensivspieler) und wenn es in den kritischen Bereich kam, waren die Spieler angehalten, eher ein taktisches Foul zu ziehen. Bei eleganten Kickern wie Alonso, Lahm, Schweinsteiger & Co. war das natürlich ideal. Dito auch bei den anderen Stationen.

Und die spanische Nationalmannschaft - die war ja schon auch ziemlich erfolgreich, dafür, dass sie das nicht richtig konnte, oder?

"Nicht konnten" ist nicht der richtige Ausdruck. Das war eher ein Problem des Spielermaterials. Wo Guardiola im Verein dann den Vorteil hat, einen Nicht-Spanier als Problemlöser zu haben, konnte die Nationalmannschaft halt nur auf Spanier zurückgreifen. Die hatten aber meistens nur reine Mittelstürmer (der klassischen Art - keine guten "Mitspieler") oder Halbstürmer. Es fehlte dann vorne eben oft der "Special Effect", der Dosenöffner. Sie waren trotzdem extrem erfolgreich, aber IMO hatten sie immer dieses Problem, dass sie die enorme spielerische Klasse oft nur schwer in Tore ummünzen konnten.

Dazu kommt natürlich, das nur wenige Nationalmannschaften diesen Grad an spielerischer Klasse beherrschten. Die spanische Ballzirkulation zu knacken war richtig schwierig. Spanien musste also nicht mal extrem torgefährlich sein, es war einfach brutal schwer, ihnen den Ball abzunehmen und selbst eins zu erzielen.


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