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Frage (BVB)

Fonzie, Münster, Mittwoch, 18.12.2024, 17:54 (vor 422 Tagen) @ virz3

Weitere 9% gehen auf das Konto von "israelfeindlichem Aktivismus", ich nehme an, "Free Palestina" Demos, an der eine große Mehrheit arabischstämmig sein dürfte, auch wenn das im Artikel nicht genauer beschrieben wird. 4% werden islamisch / islamistischen Motiven zugeordnet.

Unter dem Strich kommen wir auf 42%, davon 13% mit arabischstämmigen Bezug.


Ich finde es spannend, dass du die Studie "tendenziös" findest und dann auf der anderen Seite aus "israelfeindlichem Aktivismus" ohne jede Faktenbasis komplett "arabischstämmigen Bezug" machst. Selbst wenn es dabei nur um "Free Palestine" ginge - auch da sind doch jede Menge nicht-arabischstämmige Menschen dabei. Hier ging es doch beizeiten recht intensiv darum, dass sich Luisa Neubauer nicht vehement genug von Greta Thunberg distanziert hat etc.


Ich mache da überhaupt keinen "komplett arabisch stämmigen Bezug" draus, sondern ein "dürfte grösstenteils arabischstämmig sein". Das ist meines Erachtens nicht falsch, wenngleich ich mir tatsächlich keine Statistik über die Teilnehmer angesehen habe. Klar rennen da auch Thunbergs und Neubauers oder sonstige Aktivisten rum, aber ist das ein wirklich relevanter Teil?

In deiner Rechnung fällt die Differenzierung aber nun mal komplett weg, siehe den markierten Teil. Da wird aus größtenteils dann eben der von mir monierte komplette Bezug.


Das steht doch im ersten Artikel zur Studie weiter oben: Die Studie benennt den jeweiligen Hintergrund antisemitischer Vorfälle nur dann, wenn ihre Zuordnung gesichert ist. Denn - so Poensgen - dies sei vielfach nicht zu ermitteln, weil Täter unbekannt blieben oder die Motive hinter den Vorfällen nicht eindeutig zuzuordnen seien.


Dann hat die Studie nur bedingt eine Aussagekraft bzw. hat dann Schwächen.

Ja, rechte Straftaten sind erfasst, die sind alle schlimm. Mich würde aber interessieren, wieso 58% der Vorfälle nicht erfasst wurden konnten. Warum geht das nicht?

Auch das habe ich dir mal markiert. Insgesamt wurden laut BKA in 2023 z.B. wohl 60% aller Straftaten aufgeklärt. Da finde ich es nicht verwunderlich, dass in einem Bereich wie diesem, wo in der Regel kein persönliches Motiv oder eine Bekanntschaft zwischen Täter und Opfer vorliegt, die Aufklärungsrate niedriger liegt. Wenn jemand eine Synagoge beschmiert oder aus einer Menge heraus eine antisemitische Parole ruft, kann man eben nur in wenigen Fällen einen Täter ermitteln.


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