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Differenzierter Journalismus liest sich anders. (BVB)

Pfostentreffer, Mittwoch, 18.12.2024, 08:47 (vor 422 Tagen) @ fabian 1909

Aber warum wird hier wieder mal das Thema nur einseitig beleuchtet und falsch dargestellt? Wir hatten damals die Diskussion im Forum und einige der Forumsmitglieder hier haben nach und nach ebenfalls hässliche Gesänge, Provokationen und Angriffe der israelischen Fans scharf kritisiert.


Weil das nicht rechtfertigt Jagd auf Menschen zu machen, nur weil sie Juden sind. Aber genau das war in Amsterdam der Fall.

Ich finde es verzweifelnd wie in Deutschland teilweise in undifferenziert diskutiert wird. Oder versteckt sich hinter dieser Haltung eine indirekte Abneigung gegenüber Arabern, Flüchtlingen usw.?


Zum Teil vielleicht. Aber die meisten, die das Problem Antisemitismus sehen, sehen, dass dies kein Phänomen von Menschen aus dem arabischen Raum ist.

Das trifft aud die meisten zu, die Antisemitsmus sehen und verstehen, wie Diskriminnierung funktioniert. Das Problem sind ja auch die Leute, die Antisemitismus und alle anderen Arten von Diskriminierung jahrzehntelang nicht gesehen haben und es nun plötzlich ständig instrumentalisieren, um Stimmung gegen Muslime zu machen.

Bspw. Antisemitismus nur zu bennenn, wenn er von Muslimen kommt oder jeden als Antisemit bezeichnen, der Netanjahu kritisiert oder sagt das er zehntausende Tote Kinder nicht cool findet und damit sachliche Diskussionen verunmöglichen, was ja auch deren Ziel ist (diese Exemplare haben wir ja auch hier im Forum). Diese Menschen fördern Antisemitismus ungemein.

Stellt euch vor, die Regierung Netanjahu bricht Völkerrecht tagtäglich, egal ob in Gaza, in der West Bank oder jetzt auch in Syrien. Es sind über 30-40.000 Palästinenser schon gestorben, geschweige von dem was im Libanon passiert ist. Dies zu kritisieren hat auch nichts mit antisemitisch oder Selbstverteidigung zu tun.


Das wird stark kritisiert und auch die deutsche Regierung kritisiert das unentwegt. Die Kritik verliert dabei nur jedes Maß. Vergleichbares an anderer Stelle wird weitaus weniger kritisiert. Auf der Suche nach den Gründen, warum Israel so sehr viel öfter und heftiger kritisiert wird, landet man dann schnell bei antisemitischen Einstellungen.


Interessantes Argument, etwas Vergleichbares. Welche vergleichbaren Beispiele aus den letzten Jahren gibt es denn dafür, in denen die Regierung einer westlichen Demokratie mehrere zehntausend Menschen getötet hat, ganze Landstriche aus verschiedenen Nachbarländern annektiert hat oder Hunger als Kriegswaffe eingesetzt hat? Und weniger dafür weniger kritisiert wurde?

Das sonst gegenüber Israel viel Antisemitismus im Spiel ist - absolut klar. Aber gerade das Argument zieht hier überhaupt nicht. Es sei denn, ich habe die ganzen Attacken mit zehntausenden Toten der westlichen Demokratien in den letzten Jahren verpasst. Tatsächlich ist eine der grössten Gefahren aus diesem Konflikt, dass genau dieses Vorgehen nun normalisiert wird. Und viele politische Kräfte, die exakt das wollen.


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