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"Warum beleidigt dein Mann eine 22-Jährige auf Instagram?" (Fußball und Sport allgemein)

Nietzsche, Dienstag, 22.10.2024, 12:26 (vor 470 Tagen) @ Zaungast

Warum soll das „zum Glück“ nirgends hinführen?

Das Programm kann große Datenmengen verarbeiten und am Ende auf verschiedene Straftatbestände überprüfen und sie entsprechend zuordnen.
Am Ende werden die gefilterten Kommentare nochmal von Menschen auf ihr Extrem überprüft.

Welche Daten werden zum Training verwendet? Wer entscheidet, was Hass ist? Wer entscheidet, was Beleidigung, was gerade noch erlaubte Meinungsäußerung ist?
Das ist selbst unter Juristen sehr oft strittig und überhaupt nicht eindeutig. Hass ist überhaupt nicht defininiert.

Wer bezahlt die ganzen Menschen, die das durchschauen? Das dürfte richtig teuer werden, denn die sollten besser juristisch fit sein, um das alles richtig einordenen zu können.

Mal realistisch, wie sähe das aus? Niemand guckt, bzw. es schauen die freiwilligen Helfer, die ganz klar eine Agenda haben. Es werden mit großer Sicherheit keine juristisch kompetenten Leute da sitzen und fein abwägen.
Falls doch, wer bezahlt die?

Wenn die Bude dann massenhaft Anzeigen rausschickt, wird die Justiz sich bedanken. Es könnte problematisch sein, die Justiz automatisiert mit Anzeigen zu fluten.

Und falls das irgendwie doch funktioniert, was hält die AfD davon ab, auch sowas aufzubauen und alle Leute anzuzeigen, die denen deutlich und unfreundlich die Meinung gegeigt haben? Bei den ganzen Äußerungen dürften haufenweise Sachen dabei sein, die unter jede noch so gut gewählte Definition von Hass fallen.

Ich denke derer Vorschungsprojekte wird es einige geben. Selbst wenn sie am Ende keine 100%ige Verlässlichkeit erreichen, unter dem Strich werden strafrechtlich relevante Kommentare herausgefiltert, die sonst in der schieren Masse vielleicht unentdeckt geblieben wären.

Ich bin nicht sicher, ob es reicht, wenn eine "KI" für einen beleidigt ist und das Netz nach Beiträgen durchsucht, die vielleicht passen könnten.

Ob die Nutzer am Ende angezeigt, ihre Profile nur gelöscht oder ihre Benutzernamen braun hinterlegt werden, ist erstmal egal. Aber das Programm hilft die Idioten zu identifizieren.

Es ist eine Datensammlung von Leuten mit bestimmter politischer Einstellung. Ich wäre vorsichtig damit, solche Datensammlungen anzulegen und für juristische und ggf. geschäftliche Zwecke zu verwenden. Die DSGVO könnte das alles ganz schnell aushebeln.

Was da passieren soll, ist eine flächendeckende, allgemeine Überwachung aller Nutzer und eine Sortierung nach politischen Ansichten.

Funktioniert es rein technisch? Vermutlich nicht, weil Hass und Beleidigung in großer Menge nicht zuverlässig definiert werden können. Trainingsdaten sind willkürlich, Halluzinationen kommen vor, juristisch geschulte Menschen sind viel zu teuer.

Funktioniert es juristisch? Mindestens fragwürdig weil Einordnung Hass und Beleidigung sind schwer, DSGVO, gerwerbliche Abnahmfirma, Justiz als Waffe gegen politische Gegner?

Ganz allgemein: Alle Menschen zu überwachen und sie in Datenbanken zu sortieren ist eine schlechte Idee. Wenn es mit dieser Sache funktioniert, was hielte einen davon ab, das auf alle möglichen Bereiche des Lebens auszudehnen? Es gäbe ganz sicher viel Geld zu verdienen und Politiker würden im Namen der Sicherheit eine Menge Überwachung einführen. Und wenn die AfD mal ne Wahl gewinnt, sind wir am Arsch.

Nein, es ist einfach eine schlechte Idee.


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