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Ein Abend, der betroffen macht (Spieltage)

zwergson, Dresden, Samstag, 29.04.2023, 00:28 (vor 991 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich habe mich - vorfreudig - in eine Kneipe unweit meines Wohnortes aufgemacht. Dresden.
Immer nur halblegal im Stream daheim gucken und für jede Kippe runter in den Hof? Nee!
Endlich mal wieder inne Kneipe, am Tresen rauchen und ohne Nachbarn zu stören blöken können.

Gesagt, getan.

Ich kehrte ein in eine Kneipe, in der erstmal nicht auszumachen war, wer nun eigentlich abgefüllter Stammgast und wer Thekenkraft war. Es stellte sich heraus, dass die weibliche Thekenkraft scheinbar schon voller war als das Paypal-Konto Stegemanns und das Stammpublikum nur knapp dahinter rangierte.

"Zeigt ihr Dortmund?"
"Nee, aber Bochum! HAHAHAHAHA!" - Malmsheimer oder Wischmeyer verblassen gegenüber solcher Raffinesse. Egal.

Es läuft der BVB, der Ton der Anlage gilt allerdings noch dem Spiel Mannheim gegen Halle. Toll. Irgendwann - es steht bereits 1:1 - schallt dann irgendwann nur noch 80er-Musik aus den Boxen.
Die Antwort auf die an die Thekenkraft gerichtete Frage, ob man den Ton denn umstellen könnte, verstehe ich nicht. Weder akustisch, noch vom dialektbedingt. Und ich bin halber Sachse. Es kichert um mich herum.

Die Thekenkraft macht während des gesamten Abends ungelogen acht bis neun Gläser kaputt und flirtet schieläugig mit jedem der bereits erglatzten Stammgäste um mich herum.
Ich wüte derweil, aufgrund des nicht gegebenen Elfmeters an Adeyemi inzwischen recht drastisch, gegen den Mann in pink.

"Der hört disch ni! Haltma de Fresse!"
Stammgäste stimmen "Blau und Weiß ein Leben lang"-Gesänge an und lachen über drastischste Unmutsbekundungen Meinerseits. Die Thekenkraft kippt mein gerade einmal drittes Bier des Abends um.

Mit einem "Wenn ihr das toll findet, dass Bayern jedes Jahr Meister werdet - bitte!" und acht Euro ärmer verlasse ich diesen Hort des Schreckens. Geknickt und wieder einmal daran erinnert, dass es eben keine zweite Kneipe wie das Kreuzberger Intertank gibt und die gnadenlose alkoholbedingte Tristesse nur ein paar schlechte Entscheidungen entfernt sind.

Ich schreibe diese Zeilen an den Ufern der Weißeritz, nicht willens, nach hause zu gehen.
Tankstellenwicküler versucht vergebens, den Frust durch die Harnröhre in die weite Welt zu pusten.

Was für ein beschissener Abend.

PS: Wenn scheiße, dann langatmig. Sorry.

--
Intertank is' Dortmund!


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