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Langsam werden die Bayern Opfer ihres eigenen Erfolgs (Spieltage)

Ricola1, Ort, Donnerstag, 20.04.2023, 12:39 (vor 1000 Tagen) @ Zatrassis

Sehr viel Wahres in Deinem Post.

Wie die Zukunft der Bundesliga ausschaut und ihre Relevanz im europäischen Vergleich, dazu mache ich mir auch viele Gedanken und komme auf keine gute Lösung.
Man hat einfach zu lange geschlafen und nichts aktiv dagegen getan, dass die Schere zwischen Bayern und dem Rest immer größer wird und damit die Attraktivität und (internationale) Vermarktungsmöglichkeit verkrüppelt. Man hätte z.B. versuchen sollen zumindest die Fernsehgelder nur an Teams, die nicht CL spielen zu verteilen. Das Problem ist, dass die Schere mittlerweile so groß ist, dass selbst dies nichts mehr bringen würde.

Ich persönlich glaube eher, dass das fast kein Problem ist. Wirtschaftlich war Bayern ohnehin schon seit langem besser aufgestellt und damit zahlungskräftiger. Das Geld dann an Teams zu verteilen, die nicht CL spielen? Wohin soll so etwas führen? Dann möchte ich mit meinem Dorfklub hier auch Geld bekommen von denen, die BL spielen dürfen.

Das grundsätzliche Problem der Bundesliga ist die Ausbildung der Spieler. Frankreich, mittlerweile England, zum Teil auch Belgien sind deutlich besser ausgebildet. Man hat hier 20 Jahre lang komplett geschlafen und setzt teils auch die vollkommen falschen Leistungsanreize. Dazu hat noch bei den Trainern vor gut 10 Jahren - und da hat sogar Klopp mit der Idee, "wir ziehen die auf unser Niveau runter", zumindest als Leitfigur einen kleinen Anteil, weil er falsch verstanden wurde. Klopp hat ja zumindest dafür gesorgt, dass man so schnell wie möglich und so gut wie möglich Chaos veranstaltet beim Gegner, den man gepresst hat - diese unfassbar reaktive Stil Einzug gehalten. Bis in die Sprache hinein. Sinnbildlich für mich Tedesco und Rose. Hinten reinstellen (sie nennen es kompakt stehen) und "Stiche setzen", also den Ball nach vorne schlagen. Mittelfeld rasch überbrücken, weil man überhaupt kein Fussballspiel mehr aufziehen kann. Und das Ganze kommentieren mit der immer selben Platte - "und dann schauen, ob wir uns dafür belohnen können".

Schrecklicher Fussball, der hier seit 10,15 Jahren noch stärker auffällt, wenn man sich die Entwicklung in anderen Ländern ansieht.

Kurz gesagt: Re-Start der Ausbildung von Spielern und vor allem Trainern. Belohnt werden langfristig die - davon bin ich überzeugt -, die mit einem anderen Trainer-Typus arbeiten oder arbeiten wollen. Wer das sein wird - man wird sehen.


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