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Emre Can war Emre Can, ist Emre Can und bleibt Emre Can (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 20.12.2022, 23:04 (vor 1341 Tagen) @ Talentförderer
bearbeitet von Will Kane, Dienstag, 20.12.2022, 23:12

(...) Aber der Verdacht ist vielleicht nicht unbegründet, dass man sich über das tatsächliche fußballerischen Können Cans gar nicht im Klaren war. Und den damaligen Trainer des BVB hat man wohl auch nicht unbedingt gefragt.

(...) Wobei Juve bei der Verpflichtung Cans auch nicht richtig hingeschaut haben dürfte. Man hat dann im Nachhinein nur schneller die Konsequenzen aus diesem Fehler gezogen (aus anderen aber auch nicht).


(...) für ihn nicht die passende Rolle zu in unserem Spiel gefunden zu haben. Und zwar nicht irgendwie Wischi-Waschi à la ‚Mentalitätsspieler’, sondern sehr passgenau.


Aber wäre das nicht extrem unprofessionell für einen Profi-Fußballklub mit einer riesigen Scouting-Abteilung, wenn die fußballerischen Fähigkeiten stark überschätzt wurden? Bei einem Transfer dieser finanziellen Größenordnung schauen doch mit Sicherheit zig Scouts sowohl Spielszenen, um qualitativ - und angemessene Statistiken an -, um quantitativ den Spieler zu bewerten. Und das passiert dann sowohl bei Juventus als auch beim BVB?

Und beim BVB wird der Trainer bei Tranfers gar nicht unbedingt gefragt?

Kann ja theoretisch sein, aber wenn Juve und der BVB so arbeiten, wundert es mich (als Laie), dass sie überhaupt vergleichsweise erfolgreich sind.

Gibts Anhaltspunkte für die These, dass Dortmund die Fähigkeiten zum Zeitpunkt des Wechsels falsch eingeschätzt haben und den Trainer nicht gefragt haben?


Dann haben ja Leverkusen, Liverpool, Juve und Dortmund gar keine Ahnung. Klingt logisch.

Da irrst Du Dich zum Teil.

Und Du hast Bayern vergessen.

Die hatten Ahnung. Da hätte er nur eine Chance als Kaderspieler gehabt. Das wollte er nicht; nach eigener Aussage war die Konkurrenz zu groß.

Leverkusen hatte auch Ahnung. Da passte Can genau hin. Um erfüllte die dortigen Erwartungen.

Nur waren die Pillen Can zu popelig.

Deshalb ging er zu Liverpool. Die hatten (es war die Nach-Ferguson-Zeit) allerdings auch Ahnung. So einen wie Can konnte man als Kaderspieler gut gebrauchen. Und als Kaderspieler hat er die Erwartungen dort ebenfalls erfüllt.

Das war Can aber zu wenig. Deshalb ging er zu Juve.

Bei den Turinern war es dann mit der Ahnung schon nicht mehr so pralle. Man wollte einen neuen Khedira. Den bekam man aber nicht. Die spielerischen Schwächen Cans waren zu groß.

Und ja, ganz offensichtlich hatte unsere Führung auch andere Erwartungen an Can.

Es sind also lediglich Juve und der BVB gewesen, die sich in Can geirrt haben.

Bei Can fällt mir immer das Sprichwort vom Schuster ein, der bei seinen Leisten bleiben sollte. Wobei die Selbsteinschätzung die eine Sache ist, die Wahrnehmung von außen wieder eine andere.

Can sollte nicht mehr in sich selbst sehen, als tatsächlich in ihm steckt. Und sein Trainer und die sportliche Leitung sollten dies ebenfalls nicht tun. Sondern das, was ihn tatsächlich auszeichnet.

Dann kann er auch sehr wertvoll für ein Team sein. Und sei es als Kaderspieler.


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