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*Mensch mit Behinderung (Spieltage)

Nietzsche, Montag, 05.09.2022, 16:22 (vor 1216 Tagen) @ Pete H.

Also wo anwenden? Bei Dingen, die negativ sind, wie z.B. eine Behinderung. Wir wollen den armen Menschen, der eine Behinderung hat lieber nicht Behinderter nennen, weil er sonst meinen könnte, man sähe in ihm nur seine Behinderung und nicht den Menschen, der eine besondere Eigenschaft hat. Deshalb sagen wir vorsorglich und feingeistig "Mensch mit Behinderung".


Was du provokant freigeistig nennst, nenne ich respektvoll. Und nein, du musst es nicht tun. Wäre einfach netter diesen Personen gegenüber und tut dir doch nicht weh, oder?

Träfen wir uns, würde ich Deinem Wunsch sicher entsprechen, klar.

Wir behandeln also Leute, von denen wir annehmen, dass sie es besonders schwer haben, extra feinfühlig. Was bitte ist das anderes, als genau das, was Du verhindern willst?


Wenn die Möglichkeit besteht, eine falsche/veraltete Wortwahl durch eine zeitlichere respektvollere Wortwahl zu ersetzen, was hat das mit Feinfühligkeit zu tun?

Indem ich extra darauf achte, setze ich die Behinderung gerade erst in den Mittelpunkt. Ich will ja genau wie Du eine unverkrampfte Normalität haben.

Wieso nennen wir das Kind nicht beim Namen?

Es gibt immer Arschlöcher, die Eigenschaften von Menschen negativ auslegen. Denen kommt man nicht bei, indem man die Formulierung ändern. Alle anderen sollten zu einem normalen Umgang kommen und nicht sprachliche Eiertänze aufführen.


Ich empfinde der Eiertanz kommt von dir. Stell dir einfach vor, dein Kind erleidet eine Behinderung, und eine Person fragt dich irgendwann "Gehört die Behinderte zu dir?"
Wäre das ok für dich?
Ich antworte dir: Nein. Du würdest schlucken und es täte dir weh.

Ich würde wahrscheinlich steil gehen und demjenigen ordentlich was erzählen. Sowas geht halt nicht, da bin ich ja ganz bei Dir. Aber das liegt doch nicht am Wort Behinderter.
In der Situation wäre es doch nicht besser, wenn die Frage wäre: Gehört dieser Mensch mit Behinderung zu Dir? Das ist doch genauso bekloppt.

Es ist für viele schwierig, unverkrampft mit Behinderungen umzugehen. Da helfen komplizierte Sprachregelungen doch nicht weiter. Das Problem ist nicht die Formulierung.


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