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*Mensch mit Behinderung (Spieltage)

Nietzsche, Montag, 05.09.2022, 12:40 (vor 1216 Tagen) @ Sascha

Diese Wortklauberei und Sprachpolizistentum nimmt mittlerweile Ausmaße an, die das Gegenteil von dem erzeugen, was gewünscht ist. Statt mehr Toleranz, Sensibilität, Aufmerksamkeit und Respekt zu erzeugen geht man den Menschen nur noch auf den Zeiger, so dass sie sich dann nur noch genervt abwenden statt zuzuhören.


Diese Argumentation finde ich sehr überdenkenswert. Letztendlich heißt es nämlich doch, dass sich Menschen mit Behinderung unterzuordnen haben, wenn sie Gehör finden wollen. Man will ja tolerant zu ihnen sein, aber dann zu den eigenen Bedingungen.


Genau das habe ich nicht geschrieben. Ich habe Wortklauberei und Sprachpolizistentum kritisiert, da dies nur zu mehr Ablehnung statt zu den gewünschten Ergebnissen führt. Statt Holzhammer wünsche ich mir eine schleichende Entwicklung, um jedem die Chance zu geben sich daran zu gewöhnen - getreu dem Motto: wer langsam geht, kommt auch ans Ziel.


Und wie soll das gehen, wenn ein behinderter Mensch nicht sagen kann, dass er nicht "Behinderter" genannt werden will, weil er sonst ein Sprachpolizist ist?

Er kann sagen, dass er so nicht genannt werden will, kein Problem. Aber darf er automatisch sagen, dass man das Wort grundsätzlich nicht verwenden darf? Nur weil jemand eine Behinderung hat, ist er ja nicht gleich für alle Menschen mit Behinderung vertretungsberechtigt.
Ich denke, als Sprachpolizei empfindet man jemanden, der Regeln für alle aufstellen will. Wenn jemand nur über sich redet, wirkt das nicht so.


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