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derweil in den "sozialen" Medien... (Fußball und Sport allgemein)

ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Donnerstag, 06.01.2022, 10:18 (vor 1476 Tagen) @ fallrückzieher

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Vorab: Ich habe mich als Tennisfan sehr geärgert, als ich von Djokovics Ausnahmegenehmigung erfuhr und halte den Serben schon länger für einen recht unsympathischen Spinner.

Mir war er eigentlich egal, Weltklassespieler mit einer mir sehr sympathischen Anekdote bzgl. Nationalismus (coole Reaktion auf falsche Nationalhymne). Tennisfans in meinem Umfeld (Frau und Co.) fanden ihn immer unsympathisch. Ich erst ab seiner "Adria-Corona-Tour" mit seinem offensichtlich ähnlich gepolten Kumpel Zwerev.

Man muss die Reaktion in Serbien aber ein wenig einordnen und da hinkt ein Vergleich mit Zverev oder Kerber gewaltig. Für das kleine stolze Serbien ist es das Allergrößte, den erfolgreichsten Tennisspieler aller Zeiten hervorgebracht zu haben. Djokovic ist dort Schumacher, Becker, Graf und Beckenbauer in Personalunion. Hoch x. Würde er ein politisches Amt anstreben, hätte er gute Chancen Präsident dieses Landes zu werden.

Beckenbauer, Becker, Schumi und Co. doch zu ihren aktiven Zeiten auch :-)
Gibt nichts (nicht mal Straftaten), was deren Popularität damals Abbruch geleistet hätte.

Hinzu kommt, dass Djokovic und sein Vater Zeit seiner Karriere das Narrativ vertreten, dass er in der Tenniselite eigentlich nicht erwünscht sei und er sich gegen alle Widerstände und gegen die geliebten Federer und Nadal durchsetzen muss. Da spielt ja auch immer bei der Behandlung durch das Publikum eine Rolle.

Fand Djokovics entspannte Haltung zu "nationalem Kram" sehr angenehm. Habe gestern erstmals was vom seinem Vater gelesen...und bereue es ;-)

Er hat seinen Sohn ernsthaft als Symbol für den Kampf der "Freien in der Welt" und als Kämpfer für die Unterdrückten "gleich jeder Hautfarbe" gegen böse "Kolonialkräfte" tituliert. Also quasi Nelson Mandela, weil er nicht den gesellschaftlichen Konsens der Australier respektieren möchte. Dass er es nicht gut findet, dass sein Sohn mal n Tag am Flughafen festsitzt, kann ich verstehen, auch wenn es einfach nur die regelgerechte Behandlung jedes Quarantäne-Brechers in Australien ist. Daraus einen (Rassen-)Kampf fpr due Freiheit der Welt zu machen, finde ich...nunja.


Bei der aktuellen Posse weiß man ja nicht so recht, welche Signale Djokovic aus Australien erhalten hat, die ihn zur Flugreise bewogen haben.

Schuldumkehr? Hälst Du es vielkeicht für möglich, dass nicht nur Fußballer sondern auch Tennisspieler in ihrer Blase denken, für sie würden "schon n paar Sonderregeln" gelten?

Was die Serben vermutlich richtig sauer macht, ist der Umgang mit ihrem Nationalheld,

"Die Serben" nicht. Gibt auch z.B. Politiker (!), die twittern, dass er schlecht behandelt wurde, "weil der Esel (sic!) sich nicht geimpft hat"

der sich gestern ja wie ein Drogendealer am Flughafen vorgekommen sein muss.

Schon mal in Australien eingereist? Wenn Du dort Nahrungsmittel (wie z.B. einen Apfel) einführst, steht das fast auf einer Stufe mit Drogenhandel. :-)
Als potentieller Krankheitsüberträger müsste das dann auf einer Stufe mit Bio-Terrorist stehen. Sollte man nach mindestens 9 Einreisen (wow, so oft schon da gewonnen!) wissen...

Die Empörung wäre vermutlich ungleich kleiner, wenn man vorab klar gesagt hätte, dass er sich die Anreise sparen kann.

Was ist an Einreise nur für vollständig Geimpfte (Ausnahme nur bei MEDIZINISCHEN also nicht IDEOLOGISCHEN Gründen) unklar? Da ist doch wahrscheinlicher, dass er dachte, dass er mit einem "Schiffmann-Attest" durchkommt, oder?


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