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Wie wäre es mit einer Amtszeitbegrenzung? (BVB)

CHS, Lünen / Dortmund, Samstag, 25.12.2021, 20:48 (vor 1754 Tagen) @ horstenberg

Aber traut sich niemand, den Herren mal zu sagen, das alte Besen mit der Zeit nicht immer besser kehren? Dabei spielt es gar nicht die entscheidende Rolle, dass Rauball mit 75 in einem Alter ist, in dem man nicht mehr unbedingt voll im Beruf steht (oder stehen sollte). Rauball ist mit Unterbrechungen gefühlt seit etwa 40 Jahren BvB-Präsident. Das genügt.

Und wer entscheidet das? Immer noch die Mitglieder des e.V. und solange er es machen will und der Wahlausschuss das auch so sieht, dürfen die Mitglieder ihn wählen (oder nicht). Ganz nebenbei, es handelt sich eher um ein repräsentativer Posten. Deren Aufgeben umfasst eigentlich nur Handball, Jugendfußball, Tischtennis und Integrationssport. Mit dem Tagesgeschäft Profifußball hat er (und seine Mitstreiter im Vorstand) weniger zu tun.

Amtszeitbegrenzungen sind in Politik und Wirtschaft sinnvoll, um Verkrustungen zu vermeiden und Raum für Neues zu schaffen. Wenn Herr Rauball zu dieser Erkenntnis nicht selbst kommt, dann muss es ihm jemand sagen. Oder sind da Watzke und Rauball gemeinsam in einem Boot, aus dem sie partout nicht aussteigen wollen? Und umgeben von Ja-Sagern, die sich kein Wort der Kritik trauen?

Aha, gerade in der Politik und in der Wirtschaft gibt es ja sooo viele Beispiele von Amtszeitbegrenzungen (wie lange war die letzte Kanzlerin noch einmal tätig?). Watzke wollte eigentlich aussteigen, hat das aber wegen der Pandemie wieder aufgegeben. Deren Nachfolger dürfte wohl schon in der GF sein. Und Ja-Sager? Ich glaube, da verwechselst du die jetzige Führung mit deren Vorgängern. Da war es sogar so, dass Niebaum den Niebaum überwacht hat. Das gibt es jetzt nicht mehr (Dank Rauball und den Mitgliedern). Nur weil Diskussionen nicht nach außen dringen, bedeutet es nicht, dass es unterschiedliche Meinungen gibt.

Leider macht es ausgerechnet der FC Bayern besser. So viele Gründe für den Rummenigge-Abgang gab es ja nicht...

Uih, jetzt wird es aber peinlich. Zum einen ist Rummenigge aus eigenen Antrieb zurückgetreten und wurde nicht durch Sachen wie Amtszeitbegrenzung dazu gezwungen. Darf ich noch einmal dran erinnern, dass es bei dem Posten von Rauball um den Vereinsvorsitz geht? Rummenigge hat vieles gemacht, aber war nie Bayernpräsident. Da wäre das Beispiel Ulli besser gewesen. Und ob ein Rücktritt eines vorbestraften Präsidenten gerade ein gutes Beispiel ist, ich weiß nicht.

Aber du kannst ja wunderbar gegen eine weitere Amtszeit von Rauball stimmen. Nächstes Jahr ist wieder Wahl. Ach ja, einen Antrag auf Amtszeitbegrenzung kannst du da dann auch gerne stellen. Nur müsste man dann auch was dafür tun und nicht nur Leute dazu auffordern, oder?

Gruß

CHS


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