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Neu auf schwatzgelb.de: Leihen, oder nicht leihen? - Das könnte zumindest bald eine Frage werden (BVB)

Phil, Donnerstag, 16.08.2018, 14:15 (vor 2912 Tagen) @ Rupo

1. Ein neues Stadion ist meiner Meinung nach ein NO GO. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der BVB woanders spielt als jetzt dort im Westfalenstadion. Das wäre dann nicht mehr mein Verein.

Klar, schwierig. Aber die "Rote Erde" verließ man ja auch mal. Ich könnte es mir auch nur schwer vorstellen, aber irgendwo hat eine "Immobilie" auch ihren Lebenszyklus ;-)

Die Frage bei einem solchen Transfer wäre halt, wie immer, auch das Gehaltsgefüge an sich.

Eine ganz relevante sogar. Und hinzu kommt, dass wir gar nicht den riesen Cash Flow haben, um jetzt irgendwelche üppigen Fremdfinanzierungen stemmen zu können.

3. 2005 war ja nicht zur der Verpflichtung von Spielern geschuldet. Es ging ja in den 90iger Jahren los, die Rückholaktion der ganzen Deutschen die in Italien kickten. Anfang 2000 war der Kader dann mit Rosicky, Koller und Amoroso natürlich sehr teuer. Der Sargnagel war aber auch der Ausbau des WS. Wäre das nicht gewesen, es wäre womöglich gar nicht zum Crash gekommen.

Ich hatte ja das Glück (oder Pech), dass alles von recht gutem Standpunkt aus damals verfolgen zu können. Und zwar schon mit Beginn der 90iger Jahre. Insofern weiß ich schon recht genau, was da ablief.

Das Stadion war nur noch Symptom. Niebaum musste Wachstum erzeugen. Er musste mehr Ertrag erzeugen. Und dafür baute er immer weiter aus. Und erhoffte sich z.B. durch die WM 2006 großen Imagegewinn + höhere Erträge für den BVB.

Dafür ging er große Verpflichtungen ein. Indem er Modelle wählte, die uns ad hoc viel Geld gaben, aber in der Zukunft große Belastungen. Da wir immer schlechter in der Bonität wurden, wurde diese Geld natürlich auch immer teurer. Denn schon 1997 drehten die Banken uns den Hahn erstmals ab.

Also in Steine braucht der BVB ja nicht mehr zu investieren, warum dann nicht mit kaufmännischer Risikoabwägung in Beine? Das es dabei nicht zu Exzessen kommen sollte, wird - dürfte auch klar sein.

Weil die Beine ein kaum kalkulierbarer Faktor sind. Sie sind keine Maschine. Die kaufe ich und kann davon ausgehen, dass sie dann auch läuft. Ob das produzierte Gut dann auch verkauft werden kann, ist mein Risiko.

Bei einem Spieler ist das Risiko schon, ob er überhaupt "läuft". Und selbst wenn er es tut, und das Produkt am Markt verkauft werden kann, kann es mir passieren, dass meine Geschäfte schlecht laufen mit ihm.

Natürlich kann man solche Risiken eingehen als Unternehmer. Aber es ist dann eben sehr riskant. Und angesichts dessen, dass der BVB operativ nun gar nicht so viele Mittel für Tilgung und Zinsen frei hat, wie offenbar manche immer meinen, muss man dann sagen: Finger weg.

Denn eigentlich wohnt dem ganzen nur eines inne: Der neue Spieler soll funktionieren. Wir haben Erfolg. Die Einnahmen steigen gleichzeitig weiter. Der Aufwand bleibt stabil.

Viele Unbekannte...

MFG
Phil


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