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Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus" (BVB)

Nolte, Montag, 05.03.2018, 12:43 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Menschen, die Akanji nicht kennen, wollen ihm so doch nur helfen/entgegenkommen indem sie eine Sprache wählen, in der Sie glauben man könnte miteinander reden.

Warum glauben die Menschen, man könne nicht auf Deutsch mit ihm reden?

Ich würde das nicht als Rassismus bezeichnen, die Leute tun das ja nicht extra(mit Absicht), nur um ihn auszugrenzen.

Akanji und viele andere Schwarze bezeichnen das aber als Rassismus. Haben die weniger Ahnung vom Thema als du?

Rassismus setzt keine Absicht voraus. Das wurde in vielen anderen Beiträgen in diesem Thread von verschiedenen Leuten ausführlich erklärt. Auch, wenn die Leute Akanji nicht extra (mit Absicht) ausgrenzen wollen, hat ihr Verhalten trotzdem genau diesen Effekt. Insbesondere dann, wenn sie es ernst damit meinen, dass sie ihn nicht ausgrenzen wollen, ist es notwendig, dass man sie auf die Wirkung ihrer Handlung hinweist. Denn nur so können sie ihr Verhalten überdenken entsprechend ändern, damit sie ihn auch tatsächlich nicht mehr ausgrenzen.

Grundsätzlich: Es geht nicht darum, Menschen an den Pranger zu stellen und ihnen das Label "Rassist" umzuhängen. Es geht darum, Menschen auf die ungewollte Wirkung ihres Verhaltens hinzuweisen und ihnen zu helfen, es zu ändern. In diesem Fall ist es ganz einfach: Ein Betroffener weist einen Menschen darauf hin: "Wenn ihr mit mir immer gleich Englisch sprecht, verletzt mich das und ich fühle mich ausgegrenzt, schließlich bin ich hier genauso geboren und zu Hause wie ihr. Bitte sprecht mich auf Deutsch an." Darauf kann man dann entsprechend reagieren.

Ich würde sogar eher sagen, ein Rassist würde eher nicht mit ihm als deren Feindbild reden wollen und wenn doch dann nur auf Deutsch. Den Parteien aus der braunen Ecke liegt doch soviel daran, dass es genau diese Sprache sein soll.

Rassismus hat viele Facetten. Er äußert sich nicht nur in der dumpf-braunen Weise à la "Mit dem N* spreche ich nicht, der soll in den Busch zurück."

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