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Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus" (BVB)

Nolte, Montag, 05.03.2018, 00:02 (vor 2860 Tagen) @ 1984


Jetz muß ich doch nochwas schreiben. Eben nich. Das Herabsetzen von Menschen wegen körperlichen Merkmalen ist Rassismus. Nich die Andersbehandlung.

Da hast du eine falsche Vorstellung von Rassismus. Schon Wikipedia schreibt: "Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen – als sogenannte 'Rasse' kategorisiert und beurteilt werden."
Eine Kategorisierung und Beurteilung findet statt, wenn du aufgrund von beispielsweise Hautfarbe einen Menschen eher als Einheimischen oder Fremden ansiehst.


Wenn ich ner Frau helfe schwere Sachen zu tragen is das keine Frauenfeindlichkeit Klar behandle ich sie anders als nen Mann aber ich behandle sie nich anwertend.

Das kommt darauf an: Hat sie dich darum gebeten, die schweren Sachen zu tragen, ist das kein Problem. Nimmst du die Sachen dagegen ungefragt und denkst dir oder sagst gar "Du als Frau kannst das eh nicht tragen", kann die Sache anders aussehen.


Wenn ich jemanden, der ausländisch wirkt Hilfsangebote gebe ist das kein Rassismus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich fremd ist, aber nich abwertend.

Die Frage, um die es die ganze Zeit geht, ist allerdings: Wann und wieso wirkt ein Mensch auf dich ausländisch?
Wenn das einzige oder wichtigste Merkmal, um "ausländisch zu wirken", die Hautfarbe ist, dann ist das sehr wohl Rassismus.


Wenn ich jemanden der körperlich behindert wirkt entsprechende Hilfsangebote zukommen lasse ist das kein Rassimus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich eingeschränkt ist, aber nich abwertend.

Auch hier ist wieder die Frage, ob du um Hilfe gebeten wurdest. Sprich doch beispielsweise mal mit einem Menschen, der im Rollstuhl sitzt, und frage ihn, wie es auf ihn wirkt, wenn er dauernd gefragt wird, ob er Hilfe braucht, obwohl er viele Situationen ganz gut allein zurecht bekommt. (Gibt auch genug Texte zu dem Thema im Internet)

Viele (nicht alle!) Menschen kommen mit ihrer Situation einigermaßen klar und wenn sie doch mal Hilfe brauchen, fragen sie in der Regel.
Das heißt nicht, dass man nicht Rücksicht nehmen soll. Im Gegenteil, Rücksichtnahme ist wichtig. Rücksichtnahme bedeutet aber nicht, allen Leuten ungefragt Hilfe anzubieten, denn damit zeigst du den Menschen ja schon, dass du ihnen nicht zutraust, die Sache allein zu schaffen.


In dem Moment in dem es schlimmer ist einem vermeintlich Bedürftigen ein Hilfsangebot zu machen als ihn einfach zu ignorieren aus political correctness (ich könnte ihm ja vor den Kopf stossen) läuft in unserer Gesellschaft etwas gewaltig schief.Ich lehn mich aus dem Fenster und sach dass das definitiv der Fall ist.

Es redet doch überhaupt niemand von "vermeintlich Bedürftigen". Ich schreibe das jetzt sicher schon zum siebten Mal. Klar soll man Bedürftigen helfen! Du sollst nur nicht denken "Der Typ ist schwarz, der könnte bedürftig sein!"


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