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Aki war gestern in London (BVB)

Alones, Freitag, 02.03.2018, 11:25 (vor 2862 Tagen) @ Will Kane

Also du sagst, dass im Grunde noch genau wer überhaupt sich in Europa von seinem Heimatort wegbewegen darf? Und mit welchem Grund?


Ich sage, dass man so wenig wie möglich fliegen soll. Wenn es um den Beruf oder die Familie geht, okay. Aber ansonsten muss man sich halt auch mal einschränken. Was ist daran so schlimm?

Mit meiner Kritik geht es mir übrigens auch ausdrücklich nicht um Watzke an sich. Ich störe mich allgemein daran, dass einfach viel zu viel geflogen wird.

Und weil ich das auch schon lesen musste: ich bin sicherlich auch nicht perfekt. Dennoch versuche ich mich auch einzuschränken. Dazu gehört u.a. der Vericht aufs Fliegen.

Denn im Grunde ist ja schon eine Autofahrt/Zugfahrt von mir aus dem Rheinland nach Dortmund zu einem Fußballspiel dann inakzeptabel.


Ach komm, ich muss dir wohl nicht erklären, dass ein qualitativer Unterschied darin besteht, ob ich nun mit dem Auto unterwegs bin, oder den Flieger nehme. Ich will den Leuten sicherlich nicht den Spaß am Leben nehmen, aber in puncto Klima ist "weiter so" sicherlich keine Alternative. Der Planet geht vor die Hunde, wir werden gewaltige Flüchtlingsströme bekommen und den Leuten ist es scheißegal, bzw. keiner will seinen Lebensstil überdenken. So geht das nicht.


Der größte Luftverschmutzer ist nicht der Flug-, sondern der Schiffsverkehr. Jedes Container- oder Kreuzfahrtschiff ist ein fahrendes Kraftwerk. Wer in der Klimadebatte auch nur einigermaßen glaubwürdig sein möchte, müsste konsequent auf sofortige Einstellung des weltweiten Schiffsverkehrs drängen. Tut aber niemand. Warum? Nun, die sogenannte Globalisierung lebt vom weltweiten Warenverkehr. Und der wird eben zum größten Teil durch den Schiffsverkehr bewerkstelligt. Es sind gigantische Zahlen, was sich täglich auf den Weltmeeren an Containerschiffen bewegt. Profiteure sind im Prinzip alle Industriestaaten und Schwellenländer. Diese setzen sich auch mit Nachdruck für einen weiteren Ausbau der ‚Globalisierung‘ ein. Natürlich auch die weltweit agierenden Unternehmen, denn nur mit einem kostengünstigen und schnellen Transportmittel bleiben die Margen im gewünschten Bereich. Der Verbraucher z.B. in Deutschland freut sich auch, wenn er sein Produkt (welches auch immer) vermeintlich kostengünstig ersteht. Welche Folgen das alles aber für die Menschen hat, wird in der allgemeinen Diskussion nur dann hervorgehoben, wenn es sich um positive Auswirkungen handelt. Über negative Folgen redet man nicht so gerne.

Ich bin kein moralinsaurer Weltverbesserer. Aber über manche Schwerpunktsetzung in der allgemeinen Diskussion muss ich mich dann doch sehr wundern. Oder eben auch nicht...

Wer sagt denn, dass ich nicht auch den weltweiten Schiffsverkehr kritisiere? Was den internationalen Handel angeht, muss sich ebenfalls viel verändern. Aber das ist ein anderes Thema. Hier ging es darum, dass ich angezweifelt habe, ob der Flug nach London wirklich hätte sein müssen.


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