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dann hat man die Täter definitiv NICHT (BVB)

Sofaballgott, Gießen, Freitag, 14.04.2017, 14:29 (vor 3229 Tagen) @ Kulibi77

Offensichtlich hat nur die letzte der drei Bomben noch das hintere Drittel vom Bus getroffen (was offensichtlich der praktizierten Präzision des Täters schon Grenzen setzt). Drei Bomben zu verwenden spricht dafür dass der Täter auf der gesamten Länge den Bus mit Splittern eindecken wollte.

Eine identische Bauart der Bomben vorausgesetzt müsste der Satz dann lauten, die Fenster auf gesamter Länge waren das Ziel. Das hintere Drittel der Scheiben wurde getroffen aber nicht den gesamten Bus in voller Höhe, das ist ein feiner Unterschied.

Von daher sehen wir hier vielleicht den Versuch mit minimalen Mitteln einen maximalen tödlichen Effekt zu erzielen, der halt einfach gescheitert ist. Am Ende ist es vielleicht eben nur ein DIY-Youtubeterrorist und nicht unbedingt der IS-Mastermind mit Kampferfahrung aus Syrien/Irak.

Minimale Mittel mit maximalem Effekt wäre dann in etwa eine riesige Handgranate. In der tollen Y-Tours Waffenkunde erzählt man dir ja auch, dass die mit tausenden kleinen Splittern gefüllt sind um einen entsprechenden Schaden im spezifizierten Radius zu verursachen. Und genau sowas bauen dann auch die "Masterminds": Auf den Bildern im Fernsehen sieht man rundherum eine Verwüstung. Bei denen gilt ja die Losung viel bringt viel.

Hier hat sich jemand Gedanken gemacht die Streuung dieser Stifte klein zu halten, der Bus wäre sonst ein großes, puttes Nudelsieb. Wie gezielte kontrollierte Sprengungen unter Tage oder bei Abrisshäusern. Mein riesengroßes N24-DMAX-Dokuwissen erzählt, da muss man Winkel und Entfernungen berechnen und der Sprengstoff will ja auch dosiert sein. Dazu das Wissen eine Sprengung nur in eine Richtung ablaufen zu lassen. Das ist schon theoretisch viel Aufwand und muss auch irgendwo geübt sein, am besten beruflich - wenns in der Nachbarschaft ständig knallt fällt man über kurz oder lang auf. Ich würde auf jemanden aus dem Berufsfeld Bergbau/Sprengmeister/Pyrotechniker tippen. Warum interessiert man sich wohl dafür, welcher Sprengstoff eingesetzt wurde?

Das öffentlich bekannte und gesicherte Lagebild lässt da kaum etwas ausschließen. Und ob nun direkter oder bedingter Vorsatz: Am Ende ist beides versuchter Mord. Von daher macht das juristisch erstmal keinen Unterschied.

Es macht praktisch keinen Unterschied ;-) In der Jurisprudenz auf jeden Fall, sonst würden sie nicht zwischen verschiedenen Ausprägungen eines Vorsatzes unterscheiden. Bekannt und gesichert sind nur die Bilder vom Bus und was die Behörden mitteilen, der Rest ist Spekulation. Wir können deshalb auch nur von einem vermittelten Lagebild sprechen, die Bilder vom Bus sprechen eine eigene Sprache. Das im SZ-Artikel wiedergegebene Hintergrundgespräch wäre so nicht geführt bzw. autorisiert worden, wenn einem terroristischen Hintergrund im politischen Sinne wirklich noch eine Priorität eingeräumt werden würde.

Herzlichst,

Ihre Honkenheit ;-)


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