schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

dann hat man die Täter definitiv NICHT (BVB)

Sofaballgott, Gießen, Freitag, 14.04.2017, 03:00 (vor 3229 Tagen) @ Sascha

Sorry, ich hab dich falsch gelesen. Ich hatte es erst so aufgefasst, dass das was drin steht auch auf den Täter zutreffen sollte. Also das Schreiben ein echtes Bekennerschreiben ist.

Und das fänd ich halt total unlogisch, wenn ein islamistischer Terrorist flieht, aber überall Schilder "Islamistischer Terror" am Tatort aufstellt.

Jup. Auch die Art und Weise, WIE die Sprengsätze-Bomben-Wasauchimmer Schaden angerichtet haben hat mich leicht verwundert, das Zitat im Artikel war wie ein Mosaikstein.

Haltet mich für einen Honken (bzw. wer es noch nicht getan hat darf mich ab sofort Ihre Honkenheit nennen), die ganze Sache gibt ein schräges Bild ab, und das schreibe ich ganz ohne Bleihaube auf der Rübe:

1) Die Bilder vom Bus. Das Schadensbild scheint doch irgendwie seltsam. Wenn ich ein Terrorist wäre und eine Bombe einsetze, dann will ich doch auf Nummer sicher gehen, ergo sorge ich für einen großen Knall. Der Bus sieht seltsam unbeschädigt aus. Hatte das zweifelhafte Glück, wahrend der Grundausbildung echte Handgranaten werfen zu dürfen, die Dinger folgen ja der Philosophie aller Splitterbomben und verursachen einen onmidirektionalen Schaden im Raum (siehe 2). Vielleicht habe ich mir die falschen Bilder oder zu wenige angesehen, ich kann keine Schäden am Blech ausmachen, eigentlich sind "nur" die Scheiben zerstört wurden. Was dort gebaut wurde war also nicht dem Bus in Gesamtheit, sondern den Scheiben gewidmet. Die Medien melden sogar drei Sprengsätze, wir reden also davon nicht einen Raum zu penetrieren, sondern nur eine Fläche -> das ist ein Ausdruck von Präzision und spricht so überhaupt nicht für das, was terroristische Sprengstoffattentate auszeichnet.

2) Die erwähnten Metallstifte. Schadensbild und der Umstand, lediglich einen Menschen verletzt zu haben spricht für eine kleine Anzahl, außerdem war deren Aktionsradius offensichtlich kalkuliert, sonst wäre das Blechkleid perforiert.

3) Die Scheiben. Fligge sagte in der PK, die Scheiben des Busses wären aus verstärktem Glas, nicht aber aus Panzerglas. Nur eine Vermutung: Mit Panzerglas wäre keiner verletzt worden.

4) Die Statements: Während die Medien sich auf das Schlagwort Tötungsabsicht wie die Geier stürzten, sagte die Frau von der Bundesanwaltschaft etwas wie "Tot in Kauf genommen" wenn ich mich richtig erinnere. Damit wird der dolus eventualis angesprochen, der sich im Kern vom dolus directus davon unterscheidet, dass eine mögliche Konsequenz wie der Tot eines Menschen einem Täter nicht direkt beabsichtigt, sondern als Kollateralfolge zugerechnet wird. Das war ein öffentliches Statement zu laufenden Ermittlungen, da darf jedes Wort gerne auf die Goldwaage gelegt werden

5) Das im Artikel beschriebene Hintergrundgespräch. Wenn er von einem Profi spricht dann doch deshalb, weil man es mit jemandem mit dem entsprechenden Fachwissen zu tun haben muss, wie man eine Sprengladung mit Richtungswirkung fertigt. Rein technisch betrachtet stelle ich mir einen viel höheren Aufwand vor, gleich drei Sprengsätze mit kleinem Aktionsradius zu fertigen als einen mit ungleich höherem Potential. Vielleicht bin ich ignorant, aber die Leutchen im nahen Osten werden wohl eher nicht die super ausgetüftelten Bomben basteln, ich würde denen eher einfachste Mittel dafür unterstellen. Klingt jetzt zynisch, aber die erfüllen ja auch den beabsichtigten Zweck.

Ich lehne mich sehr weit aus dem Fenster, möglicherweise hat eine solche Person darauf gesetzt einen Bus mit gepanzerten Scheiben vorzufinden und das ist nach hinten losgegangen. Heute früh kam ein Zitat vom Jäger, der von einer enormen Sprengwirkung geblubbert hat. Eine enorme Sprengwirkung bei terroristischen Anschlägen wäre in diesem Fall wohl eher mit einer nicht mehr lebenden Spieltagskader gleichzusetzen wenn man sich mal vor Augen hält, wie viele Menschen in Israel bei einem einzigen Selbstmordbomber ihr Leben verlieren.

Die Frage des zitierten Beamten nach einem Motiv für sowas und möglicherweise ganz anderen Hintergründen ist im Grunde gar nicht so verkehrt. Wie war das noch mit dem Briefumschlag vor ein paar Wochen? Und so gerade noch mit der Fußspitze am Fensterrahmen klammernd, Fligges Gesicht auf die Frage nach einer eventuellen Erpressung war nach dem Stichwort "im Tunnel".


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


schwatzgelb.de unterstützen

1537930 Einträge in 16508 Threads, 14361 registrierte Benutzer Forumszeit: 15.02.2026, 04:11
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln