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Simon Rödder: So arbeitet Dortmunds Verhandlungsführer beim BVB (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 22.08.2026, 12:30 (vor 10 Stunden, 54 Minuten) @ bobschulz

Mein äußerer Eindruck ist ja eher, dass so eine Position im Fußball auf der Käuferseite eh nur einen sehr begrenzten Einfluss hat. Zum einen haben umworbene Spieler und ihre Berater eine enorme Marktmacht, zum anderen ist, anders als Wirtschaftsmarkt, das Verkaufen nicht das Leitmotiv des abgebenden Vereins, sondern der sportliche Erfolg. Wenn ein Verein keine finanzielle Not hat, einen Spieler, den man gerne halten würde, zu verkaufen, kann der es sich locker leisten, eine starke Position einzunehmen, die auch das Scheitern der Verhandlungen als positives Ergebnis betrachtet.

Hier hat Köln genau das gemacht und wenn der Spieler da nicht selber Druck auf seinen Verein ausübt, kann man sich als Kaufverein auch mit einem Verhandlungsberater auf den Kopf stellen.

Darüber hinaus fand ich in diesem konkreten Fall das Gebaren des BVB auch merkwürdig. Dieser Berater hätte schnell die Situation und die Position der Kölner richtig einschätzen und wissen müssen, dass man bei denen in dieser Situation auf Granit beißt. Das ist eigentlich das A und O bei sowas. Die Gegebseite richtig einschätzen und prognostizieren, wie sie sich verhalten. Bei El Mala, bzw. beim FC scheint das hier ziemlich in die Hose gegangen zu sein. Und das lässt mich am Sinn dieser Beraterpersonalie schon etwas zweifeln.


Naja, so schnell wie Konstantelias und Veerman dann da waren, scheinen wir ja auch parallel vorbereitet gewesen zu sein auf ein Scheitern der Verhandlung. Ob es die Länge dann gebraucht hätte? Vielleicht gerade deshalb:
Meine Theorie ist, dass man tatsächlich auch PAOKs Ausscheiden abwarten wollte/ musste und da im Schatten der El Mala-Verhandlungen schon viel festgezurrt hatte. Und mit den berüchtigten PAOK-"Fans" im Hintergrund kann das auch wichtig gewesen sein. Bei Veerman war es ja "nur" die AK, aber auch mit dem musste man ja zumindest annähernd die Vertragsinhalte geklärt haben. Evtl wollte man El Mala halt gerne als Statement-Transfer machen, aber war doch von den Preisvorstellungen nicht komplett überzeugt?! Sah aber für die Öffentlichkeit nicht gut aus, da gehe ich mit.

Den quasi so gut wie fertigen ‚Plan B‘ in der Schublade gehabt zu haben, was ja Verhandlungen mit den betreffenden Clubs und Spielern schon vor der offiziellen Verhandlungsaufnahme mit dem EffZeh bedurfte, dürfte nach meiner Einschätzung allerdings nicht auf Initiative Rödders zurückgegangen sein. So etwas muss man Ricken und Book nicht sagen; eine ‚doppelgleisige‘ Strategie gehört zum Kleinen Einmaleins in jeder Transferphase. Das dürfte Ricken auch ohne die große jahrelange Erfahrung wissen und für Book ist es jahrelang geübte Praxis. Rödder mag im Hintergrund an den konkreten Verhandlungen über die Transfersummen mitgewirkt haben; den Wunsch der Spieler nur zum BVB wechseln zu wollen hat er mit absoluter Sicherheit nicht geweckt. Beim Veermantransfer war Rödder gar nicht vonnöten.

Die Verhandlungsstrategie hinsichtlich eines El-Mala-Transfers mit dem EffZeh erschließt sich mir auch nach mehrmaligem darüber Nachdenken nicht. Zumindest nicht, wenn man den Spieler wirklich verpflichten wollte.


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