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Manchmal entsteht auch aus Pragmatismus die Verbindung (BVB)

Phil, Dienstag, 14.04.2026, 08:43 (vor 1 Tag, 2 Stunden, 34 Min.) @ Cthulhu

Das ist auf jeden Fall so und die Zeit lässt immer Dinge entstehen, die eben keinem Masterplan folgen. Das gilt für verdammt viele Dinge des Lebens.

Und natürlich ist es im Fußballgeschäft schon immer eher so gewesen, dass Spieler nicht ohne wenn und aber sich einem Verein verschrieben haben. Geht man weit zurück, hatte das ja auch noch andere Faktoren. Bis Mitte der 90iger Jahre konnten Spieler halt selbst bei auslaufendem Vertrag nicht einfach hin und her wechseln, wie es ihnen gerade passte. Dazu die überall begrenzten (zeitweise nur 2 Plätze, in manchen Ländern zeitweige gar keine) Kaderplätze für Spieler aus anderen Nationen. Es war alles viel starrer und die Verdienstmöglichkeiten auch viel homogener.

Und z.B. Mitte der 90iger pokerten dann auch die Helden dieser Epoche gewaltig um neue Verträge und es war zeitweise so, dass Freund, Sammer und Reuter gleichzeitig kurz vor einer Unterschrift beim FC Bayern standen (damals stritt man ja auch noch um sowas wie private Ausrüsterverträge für Schuhe etc. etc.).

Und dennoch kann man ja nun als Fan sich auch nicht vorschreiben, wie man etwas empfindet. Und diese "Sommerklausel" von Schlotterbeck ist dann doch wohl eher der berühmte Tropfen, der dann mal ein Fass zum überlaufen bringt/brachte. Und das sollten dann Spieler und auch der BVB einfach respektieren und damit leben. Ich denke, dass Schlotterbeck das auch kann. Für ihn ist das eine völlig logische Sache und natürlich würde er sofort unterschreiben, wenn ihm morgen Bayern München, Real Madrid oder Paris SG einen Vertrag auf den Tisch legen und bereit sind 50-60 Mio. EUR zu zahlen.

Bei Dede war die Lage auch insofern noch etwas anders, weil eben zum einen AS Rom nicht die geforderte Ablöse bot. Sprich, der BVB signalisierte ihm schon, dass er gehen kann, wenn eben die Ablöse stimmt. Tat sie nicht, und damit war es vom Tisch. Davon ab war das zu einer Zeit, wo dies für den Spieler einen erheblichen sportlichen und finanziellen Aufstieg bedeutet hätte. Der BVB lag schließlich ziemlich am Boden und dümpelte eher gen Liga Mittelfeld oder gar Abstiegskampf im Sumpf seiner finanziellen Katastrophe. Und Dede war ja zu einem völlig anderen Klub gewechselt... der sportlich eine große Nummer war. Finanziell jedenfalls so tat. Und dann spielte er auf einmal in diesem kaputten Verein, hatte Gehaltsverzichte erlebte und sportlich war das alles waas völlig anderes.

Schlotterbeck würde, sofern ihn einer der ganz großen Fische im Becken verpflichtet, auch sportlich eine Stufe höher gehen, aber sicherlich ist das dann eine ganz andere Stufe, wenn man es mit Dede im Jahr 2007 vergleicht.


Was ja dann noch bleibt: Es gab schlichtweg keinerlei Angebote für Herrn Schlotterbeck. Auch wenn er nun bis in den April hinein wartete und mit einem auslaifenden Vertrag in 2027 auftrumpfen konnte. Dennoch biss keiner an.

MFG
Phil


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