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Heute Abend Abschiedsspiel von Lukas Podolski in Köln - Ausschreitungen im Vorfeld (Spieltage)

stoffel85, Donnerstag, 10.10.2024, 23:24 (vor 466 Tagen) @ chief wiggum
bearbeitet von stoffel85, Donnerstag, 10.10.2024, 23:32

Die Länge des Threads erübrigt die Quelle der Auflösung.
Selbst bei der Erstmeldung kann doch niemand ernsthaft geglaubt haben, dass sich deutsche un polnische Hooligans bei nen fucking Abschiedsspiel abstechen?
Die Länge dieses Threads und dein „Beißreflex“ sind wirklich ein Musterbeispiel für die Zeiten in denen wir leben. Bloß nicht weiter drüber sprechen, wird schon werden. Durch betretenes Schweigen stopt man den Zufall der AFD eben immer noch am besten.

Ich hoffe einfach, dass wir uns hier im Forum in ein paar Jahren nicht doof angucken un uns wundern, wie das alles passieren konnte.
Wenn es doch so kommen sollte, trägt der Großteil hier seine eigene kleine Mitschuld.
Ich schließe mich da dann genauso ein, einfach deshalb, weil ich es hier und ggf. auch in Teilen meines Real Lifes, nicht geschafft habe, die Menschen davon zu überzeugen, dass der Mantel des Schweigens - wie immer un überall eigentlich- genau der falsche Weg ist.
Wenn „wir“, die Medien und die Altparteien es nicht langsam hinbekommen, werden wir politisch böse böse auf die Fresse fallen.
Die AFD wird nämlich nicht bei ausländischen Schwerstkriminellen halt machen, sondern versuchen Deutschland zusätzlich komplett islamfrei zu bekommen. Das alleine wäre schon das Todesurteil unserer sozialen Marktwirtschaft, unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft generell.
Ob die AFD dann komplett den NSDAP Zug fährt, ist dann, bis auf für die Betroffenen (Homosexuelle, Menschen mit Behinderung, anders-Denkende usw.), ihre Familie und ihre Freunde, eigentlich egal.
Dieses Land und Europa wären wieder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert angekommen und damit komplett am Ende.

Kleiner Zusatz noch: Man versetze sich mal in einen Großteil unsere türkischstämmigen Mitbürger und Mitbürgerinnen.
Viele glaubten bis vor ein paar Jahren einigermaßen gut in unserer westlichen Gesellschaft angekommen zu sein. Haben sich etwas aufgebaut, haben unser Land positiv verändert, ermöglichen ihren Kinder bestmögliche Chancen und Bildung (zieht der „Staat“ oft leider nicht mit), sind nett, freundlich und fallen eigentlich nur noch deshalb auf, weil sie nicht „westlich“ aussehen, ggf ein Kopftuch tragen und eine Moschee besuchen.
Ich hatte das Gefühl, dass wir als Land auf einem wirklich guten Weg waren, vielleicht auch die letzten Stereotypen hinter uns zu lassen.
Nun lässt die deutsche Politik und die Medien 2015 so geschehen. Ab da und im speziellen in den letzten Jahren, wurden so viele ausländische „Altbürger“ wieder um mindestens 2-3 Jahrzehnte nach hinten katapultiert.
Was sollen diese Menschen machen? Wie können sie sich wehren, sichtbar bleiben, Gehör finden?
Sie sind doch hier politisch komplett verloren.
Dass Türken und Araber sich generell nicht grün sind, lassen wa ma komplett außen vor.
Was wollen diese Menschen und was könnten sie wählen, um dies ggf zu erreichen?
Es ist eine schockierende und furchtbar schlimme Dilemmasituation. Nicht wenige von ihnen wählen die AFD.
Auf der einen Seite sehen sie diese Partei als Lösung ihrer Probleme und ihrer Ängste. Auf der anderen Seite werden viele auch wissen, was auch ihnen drohen würde/könnte, wenn diese Partei an die Macht kommt.


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