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Die hüftsteifste und langsamste Elf der Liga (BVB)

Bembele, Münster, Montag, 28.08.2023, 21:02 (vor 912 Tagen) @ Ballschieber007

"Für mich persönlich wirkt das alles sehr unausgewogen und ich glaube, dass wir es mit Platz vier sehr schwer haben werden. Bayern, Union, Bayer und auch RB erscheinen spielerisch um eine Länge voraus, was sich in den nächsten Wochen zwangsläufig in der Tabelle wiederfinden wird. Nochmal von Platz 6 auf Platz 2 in einer Rückrunde … das wird nicht passieren. "

Da hast du durchaus recht? Aber warum sind uns Bayern, RB und Bayer uneinholbar voraus dieses Jahr? Doch weniger, weil sie mehr Mentalität oder einen besseren Trainer haben, sondern weil sie viele schnelle, technisch versierte 1:1 Spieler haben (das sind Spieler, die aus dem Stand und auch mit dem Rücken zum gegnerischen Tor 1-2 Gegenspieler umdribbeln können, weil sie herausragende Technik gepaart mit Antrittsschnelligkeit besitzen), die durch ihre Dribblings immer wieder neue unvorhersehbare und überraschende Räume und Situationen für sich und Mitspieler schaffen und so Torchancen generieren - was in den letzten beiden Spielen beim BVB absolute Mangelware war. Erschreckend!

Gegen Köln und Bochum hatten wir da in Ansätzen nur Brandt und Malen auf dem Platz (im Gegensatz zur letzten Saison mit zusätzlich den torgefährlichen Guerreiro, Bellingham und mit Abstrichen Adeyemi), dafür ganz viele großgewachsene Spieler, die technisch und/oder von der Antrittsschnelligkeit/Beweglichkeit nicht zum Besten der Liga gehören: so in der Offensive etwa die Totalausfälle Haller, Nmecha (erschreckend sein Auftritt), Sabitzer (hat zumindest noch Potenzial), aber auch in der Defensive sind mit Wolff, Can, Hummels, Schlotterbeck, Bensebaini die Hüftsteifen in der Mehrheit und, wenn sie gepresst werden, befürchtet man stets einen Fehlpass.

Wenn man da nach Leverkusen blickt, die haben nicht nur dank herausragender Einkaufspolitik zahlreiche hererausragende 1:1 Spieler mit Frimpong, Grimaldo, Wirtz, Boniface, Palcios, Hofmann; RB mit Openda, Simons, Dani Olmo drei herausragende Offensivspieler, die Bayern mit Musiala, Sane, Coman, Gnabri, Kane ebenfalls zahlreiche Unterschiedspieler. Und diese fehlen dem BVB, seitdem Sancho, Haaland und nun auch Bellingham, Guerreiro ihn verlassen haben. Deswegen wird der Ball weitgehend quer gespielt, ohne jeglichen Überraschungseffekt (außer durch Brandt), so dass sich die gegnerische Abwehr bequem organisieren kann. Selbst die Bochumer haben uns mit ihren technisch deutlich besseren (und giftigeren) Spielern wie Asano, Stöger, Wittek, Bernardo - solange sie Kraft hatten - vor erhebliche Probleme gestellt.

Der BVB hat mit Bynoe-Gittens und vor allem Duranville sehr junge, sehr hoffnungsvolle, aber scheinbar auch sehr verletzungsanfällige Talente, die zu herausragenden 1:1 - Spielern werden können und die unbedingt viel Einsatzzeiten bekommen sollten (wie Moukoko auch). Doch hier hat die sportliche Führung es versäumt zumindest einen solchen Spieler zu verpflichten, wie es gerade heute zB. Frankfurt mit Chaibi (für wenig Geld) gemacht hat. Stattdessen wurde ein Nmecha für eine horrende Summe verpflichtet, der er nur gerecht werden kann, wenn er sich athletisch deutlich verbessert.
Ein neuer Stürmer (wie z.B. Berisha) würde das spielerische Problem auch nicht lösen.


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