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Stocken die BVB-Transfers? Was Kehl und Terzic sagen (BVB)

koom, Donnerstag, 13.07.2023, 12:04 (vor 1125 Tagen) @ elrond100

Man kann ja viel diskutieren über Einsatzgebiete einzelner Spieler und Sichtweise des Fans im Gegensatz zum Trainer etc., aber zu sagen, dass es keinen Ersatz für Can oder Haller gibt, ist schlichtweg falsch.
Der Ersatz für Can heißt ziemlich ähnlich und es absolut despektierlich so zu tun, als ob Salih nur hier ist um seinen Gehaltsscheck abzuholen. Und der Ersatz für Haller ist nun mal Moukoko, ob es einem gefällt oder nicht.

Generell versuche ich eigentlich nie jemand despektierlich zu behandeln. Das sind alles Menschen. Aber die Sache ist auch die, dass nicht jeder für jede Aufgabe geeignet ist. Özcan ist wohl eher ein Achter, einer von der rackernden Sorte. Der stabilisiert nicht, sondern hilft "nur". Auch wichtig. Das ist ein bisserl wie einst mit Khedira und Schweinsteiger, wo jeder dachte, das Khedira der Sechser ist und Schweinsteiger der Offensivere. Aber Schweinsteiger war es, der im Sechserraum blieb, anspielbar war, Räume zustelle, während Khedira eher davor den Platz beackerte.

Moukoko ist kein Ersatz für Haller beim BVB. Dazu braucht er zu viel Unterstützung und Vorlagen, die der BVB nicht zu liefern imstande ist. Mit Moukoko anstatt Haller sind Adeyemi und Malen nur die Hälfte wert, das dürfte eine Lehre aus der letzten Saison sein. WENN der BVB eine Haller-unabhängige Offensive hätte, dann wäre das anders. Aber sowohl Modeste als auch Moukoko sind beide einfach viel abhängiger davon, dass die Mannschaft kompakter nach vorne kommt - was sie bislang unter Terzic nicht geschafft hat.

Abgesehen davon gibt es natürlich noch die Möglichkeit ohne Haller das System auf zwei Stürmer aus dem Trio Moukoko, Adeyemi, Malen umzustellen.

Das spielt praktisch keiner heutzutage. Das ist eine schöne Idee, genauso wie eine Dreierkette, weil man 3 starke IVs gleichzeitig aufs Feld werfen kann, aber dazu braucht es halt mehr, damit das auch Erfolg hat. Im Fußball funktioniert es meistens schlecht, wenn man einfach nur die besten aufs Feld wirft. Dazu gibt es einfach viel zu viele Synergien und Abhängigkeiten.

Der Kader hat nicht zu wenig Alternativen. Der Kader ist nach wie vor viel zu groß. Ob die Alternativen qualitativ gut genug sind, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Wenn du nur auf absolute Summen schaust: ja. Aber es fehlen Alternativen auf neuralgischen Positionen.


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