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Neu auf schwatzgelb.de: BVB & die Folgen der Verpflichtung: Eine zweite Chance…die letzte Gelegenheit. (BVB)

Zatrassis, Mannheim, Dienstag, 04.07.2023, 13:33 (vor 1134 Tagen) @ AGraute

Tolle Worte. Mir geht es auch so.
Der Verrat der eigenen Werte hat mir ein weiteres Stück Unbeschwertheit genommen.
Mit Aufkommen der ersten Gerüchte um Nmecha war ich erstmal skeptisch, da ich ihn als Fussballer nie wahrgenommen habe. Relativ schnell wurde die Thematik seiner Social-Media-Aktivitäten bekannt und ab da war ich mir sicher, dass meine Borussia mit diesem Wissen ziemlich schnell Abstand vom Transfer nehmen wird. Nun hat man sich nicht nur mit dem Wissen um seine Haltung, sondern vor allem auch trotz Fan- und vermeintlichen Sponsorenprotesten für einen Transfer entschieden.

Die klare Message: 'Sport steht über allem'

Jetzt könnte man Fragen: Was erwarte ich schon von einem Sportverein? Der BVB war jedoch in meiner Wahrnehmung nie ein reiner Sportverein. Er war immer mehr - fast ein Lebensgefühl. Der BVB ist sich um diesen Zustand bewusst und hat jahrelang selbst dieses Bild befeuert. Der selbstgewählte Marketingslogan 'Echte Liebe' spielt genau mit dieser besonderen Verbindung zwischen Fans und Verein.
Für mich ist diese Verbindung erstmal zerstört.
Wie kann mein Herzensverein nur dazu beitragen, dass solche Haltungen gesellschaftliche Akzeptanz finden? Diese Frage wird mich erstmal beschäftigen.

Danke für diese Worte. Genauso fühle ich mich auch.

Ich habe den BVB in den letzten Jahren bei Kritik so häufig, eben weil er für mich für so viel mehr als nur den Profisport steht und eben weil der Verein so viel Engagement außerhalb des Fußballspiels zeigt.

Ich hoffe irgendwie immer noch, dass dies so bleibt, dass man die Werte weiterhin auch lebt und sie nicht nur „Marketing“ sind. Was aber definitiv wahr ist, dass dieser Transfer und die einhergehende Kommunikation ein Disaster ist. Selbst wenn es der Verein schaffen sollte mich zukünftig wieder zurück zu gewinnen und zu überzeugen, dass es kein reines „Marketing-blahblah“ ist, ich werde es wohl nicht mehr schaffen andere außerhalb der BVB-Community davon zu überzeugen.

Welche Konsequenzen ziehe ich aus dem Handeln der Verantwortlichen?
Das kann ich noch nicht abschließend beurteilen. Aktuell tendiere ich dazu, meinen Fokus auf die Abteilungen des e.V. zu legen. So kann ich weiter den BVB unterstützen, habe aber gleichzeitig Abstand zur Profiabteilung.

Auch diese Frage stelle ich mir gerade. Sobald der Ball rollt, werde ich wohl wieder mit Mannschaft und Verein mitfiebern. Aber mir geht es hier wie Nina („Eigentlich bin ich zuversichtlich, nahezu euphorisch, aus der letzten Saison gegangen. Aber das ist dahin und ich bin unfassbar traurig darüber.“) meine Euphorie ist erst einmal völlig dahin.


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