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FC Bayern München - Matthias Sammer verteidigt Oliver Kahn: "Bin ein bisschen entsetzt" (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 23.05.2023, 23:41 (vor 980 Tagen) @ donotrobme

Matthias Sammer hat mit der tz gesprochen - spox.com fasst diese Aussagen zusammen. Zusammenfassend stützt Sammer Olli Kahn.

Spannend ist vor allem das folgende Zitat: "aber ich habe Angst, dass wir irgendwann gar keinen Fußballer mehr in den führenden Positionen des Fußballs haben. Und das ist nicht gut"

Ich habe das Gefühl, dass der Fußball mittlerweile so professionell ist, dass es vielleicht doch gut ist, wenn die Führung aus guten und fußballbegeitersten Managern besteht und nicht aus Ex-Profis, die aber wenig begeistert von BWL oder Vertragsrecht sind.

Wie seht ihr das?

Link zum Artikel: Klick

Zunächst zu Kahn:
Der Mann ist an sich selbst gescheitert. Sein Führungsstil wird als abgehoben und kalt kritisiert. Er hat sich mit einer Blase aus Ex- Beratern von McKinsey und Co umgeben und sich im Bayern-Kosmos isoliert. Gleichzeitig hat er Entscheidungen mit getroffen oder nicht verhindert, die den Club haben implodieren lassen.

Jahrelang war Jan-Christian Dreesen Finanzvorstand bei den Bayern. Vielleicht eher der Typ Sparkassendirektor, aber immer einer, der den sinnvollen Einsatz der Finanzmittel im Blick hatte und oft genug sein Veto bei Wünschen der sportlichen Leitung inklusive des jeweiligen Trainers einlegte. Sein Wort hatte bei Rummenigge und Hoeneß Gewicht. Obwohl Brazzo und Oli sich einander nicht grün sind, waren sie doch immer in der Denke vereint, dass man auch auf der Ausgabenseite mehr wie eine Geschäfts-/Investmentbank agieren müsse und nicht wie eine Sparkasse. Hoeneß und Rummenigge waren fort oder nicht mehr in der Entscheiderfunktion, Dreesen fand keinen Rückhalt mehr. Er wollte auch nicht die Geldvernichtungspolitik von Brazzo und Kahn mitmachen und es kam zu entsprechenden Konflikten. Als Konsequenz kündigte Dreesen an, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen. Ein paar kühle Höflichkeitsfloskeln dazu von Kahn, das war‘s.

Nachdem nun der Laden in sich zusammenstürzt, wird Dreesen (der wohl ein Angebot der DFL hat) auf einmal wieder für den Vorstand gehandelt, und zwar als Vorsitzender und somit als Nachfolger Kahns. Vielleicht nur interimsmäßig, aber jetzt braucht es an der Säbener jemanden, der mit Ruhe, Übersicht, Fachkompetenz und praktischer Erfahrung das Gesamtgebilde zusammenhält und weniger ‚visionär‘ denkt und handelt.

Zum Thema Ex-Profis in verantwortlicher Position in einem Fußballclub:
Spricht mAn nichts dagegen, wenn die entsprechende Fachkompetenz vorhanden ist. Und die kann eigentlich nur im sportlichen Bereich liegen. Da hilft auch kein Fernstudium der BWL. Die Verantwortung für Finanzen sollten allerdings unbedingt in der Hand von Fachleuten liegen, die auch nicht durch Ex-Profis auf Vorstandsvorsitzposten abgebügelt werden sollten. Siehe oben.


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