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Hertha - Szenario Totalverlust (Anleihe) (Fußball und Sport allgemein)

micha87, bei Berlin, Dienstag, 23.05.2023, 23:27 (vor 980 Tagen) @ Vito_Corleone

Der Verein ist systematisch an die Wand gefahren worden durch die Seilschaften zwischen Gegenbauer & Preetz. Da beide auch privat miteinander verbandelt sind wurde der oft überforderte Preetz über Jahre mit durchgeschleppt. Ein Favre hat die Hertha zum letzten Mal aufs nächste Level geführt und da waren sie 2009 ein Kandidat um die Meisterschaft. Danach begann der schleichende Verfall, darunter Abstiege und auch ein fixer Platz im Bundesliga-Mittelmaß. Wer den Verein etwas näher beobachtet der weiß dies passt nicht zur gutbürgerlichen West-Berliner-Mentalität. Die sehen sich per se zu größeren Berufen und schon gar nicht akzeptieren sie den aufstrebenden Konkurrenten im Osten der Stadt. Da gibt man sich als der große Berliner Verein, ohne sich der Realität zu stellen das sie das eben alleine nicht sind. Die Stadt wird sportlich nicht nur von einem Verein repräsentiert und unlängst zeigt sich das auch in den Mitgliederzahlen.

Hertha muss sich neu erfinden und gewisse Verhaltensmuster ablegen um langfristig in der BL bestehen zu können. Der Größenwahnsinn ist dort nun einmal zum Teil des Ganzen geworden und mündete in den Versuch durch einen externen Investor den nächsten Schritt zu machen. Aus eigenen sportlichen Mitteln sahen sie es nicht für möglich sich oben zu etablieren und haben nach einem Investor gesucht der das schnell umsetzt. Das war im Jahre 2014 und mündete in dem Deal mit KKR. Es folgten sportlich etwas bessere Jahre unter Dardai mit Platz 6&7, dann aber ein Abrutsch auf Platz 10 & 11. Danach kam Labbadia, der aber auch bloß 10 wurde. Hertha war später wieder in Abstiegsnot und Dardai schaffte den Klassenerhalt samt Zigarren-Auftritt im Garten.

Das riesen Problem war in der Zeit aber stetig der Kader, Preetz hat am laufenden Band daneben gelegen und der Verlust an Substanz kam nicht von ungefähr. Mit dem Einstieg von Windhorst waren die Tage von Preetz & Gegenbauer gezählt. Klinsmann hat in einem Überschwung das Geld verpulvert und das Go vom Investor erhalten. Windhorst wiederum hat allerdings überhaupt keine Ahnung von Fußball. Das Geld kam auch nicht so pünktlich wie zunächst geplant und er hätte noch mehr Geld reinpumpen müssen um die Fehler zu korrigieren.

Bei Chelsea sehen wir aber auch das kann sich ins negative verkehren und muss nicht gut ausgehen wie bei City oder Newcastle.

Die Investoren erhoffen sich diesen Glamour bei Hertha, aber der ist nicht in Sicht und wie lange die Rückkehr dauert ist dann die andere Frage. Auch wenn ich wenig positives über die sagen kann und deren Selbstgefälligkeit auf den Sack geht, ist ein Stadtderby eine gute Sache für den Sportstandort Berlin.

Es wird dieses Derby bald wieder geben in der Bundesliga, den Hertha wird im Gegensatz zu Lautern & Aachen sehr wohl Investoren finden die den Verein mit nach oben führen. Das mündet dann nicht zwangsweise ins Internationale Geschäft, aber die Bundesliga ist für Hertha dauerhaft definitiv ein Thema. Dazu gibt der Verein auch mehr her im Vergleich zu Augsburg, Wolfsburg, Hoffenheim & Co.. Was die benötigen ist Konstanz und etwas mehr Bodenständigkeit statt Protz.


spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-investor-kkr-steigt-mit-millionen-bei-hertha-bsc-ein-a-950391.html


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