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FC Bayern München - Matthias Sammer verteidigt Oliver Kahn: "Bin ein bisschen entsetzt" (Fußball und Sport allgemein)

Garum, Bornum am Harz, Dienstag, 23.05.2023, 22:58 (vor 980 Tagen) @ koom

Hachje...

Am Ende des Tages brauchst du fachkundige Leute. Das müssen keine Ex-Fußballer sein, denn die haben jetzt nicht unbedingt einen besseren Blick auf den Fußball. Fast alle Filmkritiker, grad die großen und bekannten wie Rogert Ebert, machen selbst ja auch keine Filme - und wenn, dann sind die ziemlicher Müll.

Ein Fußballspieler ist erst mal nur Athlet. Er bringt seinen Körper in Form, wird ansonsten von außen konditioniert, bestimmte Verhaltensweisen anzunehmen. Wenn man ganz böse ist, ist ein Fußballer im Grunde erst mal sowas wie ein Hund. Auch da gibt es die Lassies, die mehr verstehen, aber im Grunde ist die Mehrzahl einfach nur ein Hund, der etwas diffizieller gelernt hat, wie man einem Ball hinterherrennt.

So jemandem dann die Entscheidung überlassen, mit welchen großen Millionensummen nun was tut, klingt nicht so vernünftig. Uli Hoeneß war ein exzellenter Fußballer und hat noch in der aktiven Zeit durchaus aufgezeigt, dass er einen größeren Blick auf das ganze hat. Das ist eine Ausnahme, nicht die Regel.

> Und selbst als Trainer sehe ich es nicht zwingend als notwendig an, dass man Fußballer gewesen sein muss. Beginnt man die Karriere früh genug, lernt man die Kabine schon früh aus der anderen Richtung kennen. Am Ende geht es um Führung, Ansprache, Charisma und Fachkenntnis. Klopp war ein durchschnittlicher Zweitligakicker und hat als Trainer alles gewonnen. Guardiola war ein brillianter Sechser bei Barca und tat das ebenso. Beide sind aber auch für sich wieder Ausnahmen.


Zurück zu Brazzo und Kahn: Ich kann die fachlich nicht einschätzen. Beide haben zweifelsfrei als Fußballer das maximale aus ihrem Talent geholt. Speziell Kahn hat sich geschunden, aber auch immer Peak Trainingsformen aufgewendet, um seine Qualität zu steigern. Beide kamen auch definitiv primär über "Mentalität". Aber ob sie nun wissen, wie man einen Verein führt, wie man eine Mannschaft zusammenstellt, wie man in leitender Funktion innen wie außen wirkt - das sind vollkommen unterschiedliche Dinge.

Und um kurz zu Sammer zu gehen: Als Trainer hatte er Erfolg, durfte aber auch massiv mit Geld um sich werfen. In sportlicher Leitung/Berater ist er nicht weiter auffällig geworden. Mit Sammer als Berater hat der FCB auch keine CL geholt, also so richtig viel kommt da auch nicht bei rüber.


Heute würdest du kaum noch Trainer im Profibereich werden können ohne selbst Fußball gespielt zu haben. Einfach mal ein Blick auf die Trainerausbildung des DFB werfen.


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