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Brych über den VAR: "Wir Schiris haben uns dagegen gewehrt" (Fußball und Sport allgemein)

koom, Dienstag, 02.05.2023, 13:47 (vor 1002 Tagen) @ virz3

Auf der anderen Seite macht es das Spiel kaputt, wenn sich der Schiri ständig alle Zeit der Welt nimmt um irgendwas zu prüfen. Der Einsatz des Monitors muss schon gut gewählt sein, sonst nervt es...

Ja. Nein. Vielleicht.

Mal anders: Wäre Fußball noch die Sportart von vor 20+ Jahren, dann wäre es mir ein gutes Stück egaler. Mittlerweile ist es aber vielleicht die Sportart, wo am meisten Geld rumwandert, wo viel Politik mit gemacht wird. Und dann vermeidet man Profi-Schiedsrichter? Vermeidet man technische Modernisierungen? Wir reden von einem Spiel, dass im Normalfall ein 90 Minuten Halbmarathon ist, wo vielleicht 2-3 Spielminuten relevant sind, weil da 1-3 Tore fallen. Und das überlässt man dann dem Gusto einer einzigen Person?

Jetzt geh ich mal zum US Sport, wo auch viel Geld drin steckt. Aber da ist die Schiedsrichterei professionell. Monitore, Wiederholungen, Challenging etc. sind seit Jahrzehnten dort Usus. Und das bei Sportarten, wo es vermutlich sehr viel hektischer und dramatischer zugehen kann, wo es also öfter zu Problemen kommen kann, wo es also unterm Strich mehr Zeit kostet. Und trotzdem macht man es und funktioniert es überwiegend.

Es ist unrealistisch, dass man den Fußball finanziell wieder auf Normalmaß stutzt und dadurch Dilettanten beim Schiedsrichtertum irgendwie ok wären. Also muss man eben letzteres aufbügeln. Es muss objektive Bewertungskriterien geben, warum welcher Schiedsrichter in welcher Liga pfeift. Man kann messen, wie oft welchere Spieler mit dem Aussenrist wo auf dem Platz wohin schlenzt. Da wird es auch die Möglichkeit geben, zumindest ein solides Maß an statistischer Erfassung über Schiedsrichterleistung aufzubauen. Reaktionszeit, Laufarbeit, Positionierung, Fehlerquote der Beurteilungen.

Und moderne Schiedsrichter sollten begreifen, dass der VAR, der Stadion-TV-Schirm etc. wie auch die Assistenten ihm zuarbeiten und als Erleichterung dienen. Aber er muss diese Dinge auch nutzen und nicht meinen, dass er zu toll dafür wäre. Und diese Dinge dürfen und sollen sich ruhig offensiver melden und nicht nur, wenn eine "krasse Fehlentscheidung" droht. Bei dem berüchtigen Elfmeter wäre eine klare Info für "Wahrscheinlicher Elfmeter!" vielleicht hilfreich.

In jedem verfickten anderen Beruf werden technische Hilfsmittel & co. intensiv genutzt. Selbst Topchirurgen müssen sich jedes Jahr fortbilden und auf Neuerungen einlassen, auch wenn sie schon 30 Jahre dabei sind. Wer sich da weigert, verliert seine Zulassung. Ähnlich sollte es bei Schiedsrichtern laufen: Wenn die die Technik verweigern: Weg mit ihnen.


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