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Schiedsrichtervergütung in der Bundesliga (Spieltage)

burz, Lünen, Donnerstag, 09.02.2023, 17:16 (vor 1068 Tagen) @ markus

Beim Thema Profischiedsrichter habe ich es gestern schonmal angedeutet, nun etwas ausführlicher:

Zuerst die Übersicht über die Vergütung 2022/2023:

Grundgehalt je Saison:

UEFA Elite & First: 82.000€
sonstige FIFA: 72.000€
mehr als 5 Jahre 1.BL: 72.000€
restliche SR 1.BL: 62.000€

Min. 1 Einsatz als VAR: zusätzlich und einmalig 6.000€

Vergütung je Einsatz:

SR 1.BL: 5.600€
4. Offizieller 1.BL: 1.400€
VAR 1.BL: 2.100€

SR 2.BL: 2.800 €
4. Offizieller 2.BL: 700€
VAR 2.BL: 1.050€
SR 3.BL: 1.000€

Nun mal für Zwayer ab Saisonbeginn Juli (2. Liga) durchgespielt.

Grundgehalt = 82.000€
7 Einsätze als SR in der 1. Bundesliga: 7 x 5.600€ = 39.200€
4 Einsätze als SR in der 2. Bundesliga: 4 x 2.800€ = 11.200€
4 Einsätze als VAR in der 1. Bundesliga: 4 x 2.100€ = 8.400€
4 Einsätze als VAR in der 2. Bundesliga: 4 x 1.050€ = 4.200€
Einmalzahlung für den ersten VAR-Einsatz: 6.000€

Ergibt für diesen kurzen Zeitraum 151.000€. Das Grundgehalt gilt für die komplette Saison und nicht nur für diesen Zeitraum.

Zusätzlich zur Bundesliga kamen noch Einnahmen für folgende Einsätze: 3 x UCL, 1 x Pokal, 2 x UCL-Quali und 2 x Nations-League.


Interessant. Wie schaut es in anderen Ländern aus in denen es Profi-Schiedsrichter gibt? Was verdienen die und sind die wirklich allein deshalb besser, weil sie das hauptberuflich machen? Vermutlich ist das auch einfach kein 40 Stundenjob. Ab und zu Lehrgänge besuchen und sich fit halten dürfte außerhalb des Spieltages hinzukommen. Ist es wirklich schädlich, wenn man noch einen anderen Beruf ausübt?

Was den Elfmeter gestern betrifft: Das sehe ich z.B. gar nicht so eindeutig wie viele hier im Forum. Der Ball könnte noch für wenige Millimeter auf Höhe der Linie und damit innerhalb des Strafraums gewesen sein. Insofern keine klare Fehlentscheidung. Und bei den anderen Fragen (vergrößerte Körperfläche, Absicht oder nicht Absicht) sind die Ermessensspielräume recht groß. Da gibt es keine ganz klare Abtrennung, kein Schwarz oder Weiß. Allein schon die lange Dauer der Überprüfung spricht dafür, dass es kein klare Fehlentscheidung war. Ich habe nur nicht verstanden, warum das potentielle Foul kurz vorher offenbar nicht überprüft worden ist.

Wenn man anhand von Präzedenzfällen ein klares Verständnis schafft, wann eine Situation Elfmeter ist und wann nicht, gibt es diese Spielräume auch nicht mehr. Wenn der DFB und auch die übergeordneten Verbände dieses Thema endlich mal angehen würden, müsste man auch nicht so viel diskutieren.

Es ist eine Schande, dass es hier keine klare Erläuterung gibt, warum es ein Elfer war oder eben nicht. Meine Erwartung wäre, dass der DFB hier 5 ähnliche Situationen in der Schublade hat, bei denen vorher klar ist, ob sie hier einheitlich einen Elfer geben würden oder nicht.

Diese ewigen Hinweise auf eine Auslegungssache sind nichts anderes als ein Zeichen für die Inkompetenz derjenigen, die die Regeln grundlegend festlegen.


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