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Saison beendet / Trainerdiskussion / Kirmestruppe (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 02.10.2022, 12:52 (vor 1191 Tagen) @ ergo

Trainer und Sportdirektor, beide hat man getauscht und das der neue Sportdirektor genauso viel Unfug im Kopf hat wie der alte, konnte man auch diesen Sommer wieder sehen. Nachdem man sich von Salzburg ausnehmen lassen hat, wollte man sich auch noch von Hoffenheim mal wieder ausnehmen lassen und hatte nur glück, das nicht noch mehr kohle zum verschwenden da war und trotzdem bin ich der Überzeugung, das ein guter Trainer mehr rausholen kann, wie Favre es zb gezeigt hat.

Man muss sich noch einmal vergegenwärtigen, in welchem Zustand Favre die Mannschaft übernommen hat. Vollkommen verunsichert nach einem zwischenzeitlichen regelrechten Absturz in der Vorsaison konnte sie nur durch einen Interimstrainer mit Ach und Krach stabilisiert werden. Nachdem man 3 Spieltage vor Saisonende die CL-Qualifikation dann doch noch sicher zu haben glaubte, hätte man in den letzten drei Spielen durch eher mangelhaftes Engagement auf dem Platz diese CL-Qualifikation fast noch verspielt. Am Ende war es eine um lediglich drei Tore bessere Tordifferenz, die dann doch noch den CL-Geldsegen sicherte. Interimstrainer Stöger war tief enttäuscht über dieses nachlassende Engagement der Mannschaft.

Favre hat aus diesem Team in seiner ersten Saison deutlich mehr herausgeholt, als die allermeisten (auch inklusive der Clubführung) vor Saisonbeginn erwartet haben und erwarten konnten. Nur stand dies nicht im Fokus der Bewertung, sondern allein die nach einer überdurchschnittlichen Hinrunde eher durchwachsene Rückrunde bzw. der daraus (und aus einer eindrucksvollen Aufholjagd der Bayern) resultierende Zweipunkterückstand auf die Bayern am Saisonende und eine somit verpasste Meisterschaft. Watzke lamentiert heute noch darüber.

Dieser Saisonausgang war im Prinzip bereits das Ende Favres als Trainer des BVB. Anstatt sich auf das Positive der Vorsaison zu konzentrieren und darauf fußend in Zusammenarbeit mit dem Trainer die Optimierung der Mannschaft voranzubringen, setzte sich die Clubführung über die Vorstellungen des Trainers hinweg und verpflichtete Spieler gegen dessen Willen, die nicht zur fußballerischen Ausrichtung des Trainers passten. Dies berücksichtigend war selbst die zweite Favresaison noch am Ende zufriedenstellend.

Für die Clubführung war das Thema Favre erledigt und wenn der als neuer Messias auserkorene Rose schon zur neuen Saison verfügbar gewesen wäre, hätte es keine Favresaison gegeben. Unter diesen Umständen war es in meinen Augen ein großer Fehler, mit Favre ins letzte Vertragsjahr zu gehen. Der Verlauf dieser Saison ist bekannt.

Sowohl Rose, als auch Terzić waren/sind in einer Art in Kaderplanung und Spielertransfers eingebunden, die es bei Favre so nicht gab. Rose und auch Terzić haben jeweils einen Kader übernommen, der in einem gänzlich anderen Zustand war als der, den Favre übernommen hatte. Und dennoch hat Rose nicht mehr herausgeholt und Terzić bislang auch nicht. Im Gegenteil, im Vergleich zur ersten Saison Favres sogar weniger.

Nun kann man fairerweise die Arbeit von Terzić noch gar nicht richtig einschätzen, das wird wohl frühestens nach Ende dieser Saison möglich sein. Und wie sich Roses Arbeit bei uns in eine rosigen Saison ausgewirkt hätte, können wir nicht wissen. Ich persönlich bin zwar prinzipiell der festen Überzeugung, dass es besser ist getrennte Wege zu gehen, wenn weder das Vertrauen der Vorgesetzten in den Mitarbeitern, noch das des Mitarbeiters in seine Vorgesetzten in einem genügend hohem Maße gegeben ist. Dass dieses gegenseitige Vertrauen zwischen der Clubführung und Rose aber zu einem solch frühen Zeitpunkt offensichtlich schon nicht mehr in ausreichendem Maße gegeben war (obwohl Rose absoluter Wunschtrainer war und man für seine Verpflichtung allerhand Wirbel inkaufgenommen hat) kann dann allerdings schon nachdenklich stimmen.

Was diese Saison anbelangt, so wird sich nach meiner Einschätzung peu à peu eine stabilisierende und damit insgesamt positive Entwicklung zeigen. Die Arbeit gegen den Ball war in einigen der bisherigen Spiele durchaus auf mehr als zufriedenstellendem Niveau. Auch konnte die Mannschaft nicht nur im Spiel gegen ManCity (da allerdings in besonderem Maße) zeigen, dass sie taktisch sehr diszipliniert spielen kann. Und die Ergebnisse sind bislang auch in Ordnung, auch wenn es Spiele mit eher schwachen Leistungen und glücklichem Ausgang gab.

Das erste Saisondrittel ist noch nicht gespielt, das muss man immer berücksichtigen. Zur WM-Pause wird man schon eine etwas breitere Grundlage haben, um die weitere Entwicklung einschätzen zu können. Wobei so ein WM-Turnier schon auch Einfluss hat, je nachdem wieviel Spieler ein Club abstellen muss.


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