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Das ewige Lied vom Neuaufbau (BVB)

koom, Freitag, 18.02.2022, 15:14 (vor 1680 Tagen) @ Will Kane

Allofs war es, der Werder nach furiosen Jahren des erfolgreichen Managements in eine Phase der Stagnation und dann in den Absturz geführt hat.

Jepp. Es war aber auch eine unterschiedliche Aufgabe, die dauernd im Wandel war. Als Fußball noch "billiger" war, Taktik, Scouting etc. noch deutlich in den Kinderschuhen waren, war es vergleichsweise einfach, mit einem kleinen Klub den großen eine lange Nase zu machen. Wenn man da als Manager ein gesundes Verständnis vom Fußball auf und neben dem Platz hatte, hatte man einen Vorteil.

Heute kannst du dir sowas einkaufen und die meisten tun es auch. Kaum ein Fußballer wird nicht in einer Statistik erfasst mit Profil, und sei es, wenn er in Kleinkleckersdorf irgendwo spielt.

Ergo: Alle Vereine herum zogen gleich an technischem Wissen, gleichzeitig wollte/musste Allofs versuchen, den Verein dort zu halten, wo er war: in den internationalen Rängen. Und das an einem Ort mit einem Standortnachteil weit ab vom Schuss. Nicht so schlimm wie Kaiserslautern, aber auch schwierig, dort potente Sponsoren und ein Riesenstadion zu füllen.

Richtig wäre wohl gewesen, sich wie Freiburg einzuordnen. Das wurde dann nach Allofs versucht, aber da war das Kind in den Brunnen gefallen und man versucht immer noch, das so hinzubekommen. Aktuell wird es wieder besser, aber jetzt ist man in der Todesmühle Zweite Liga.

Anderer Name: Christian Heidel. Ich halte ihn für genial, aber es dürfte bewiesen sein, dass er auch sein Biotop braucht, um zu funktionieren. In Schalke hatte er nie das Vertrauen bekommen und die Aufgabe, einen stabilen CL-Anwärter zu bauen, funktionierte dann aus etlichen Gründen nicht. In Mainz hingegen hat er erneut ein Wunder geschaffen, muss aber auch noch einen Verein von den Abstiegsrängen fernhalten.


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