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Das ewige Lied vom Neuaufbau (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 18.02.2022, 11:56 (vor 1680 Tagen) @ guy_incognito

So ein Fußballverein, bzw. Fußballunternehmen, ist nun einmal ein komplexes Gebilde.

Und ein Umbruch muss gut geplant und strategisch über mehrere Jahre vollzogen werden. 2008 waren wir fast dazu gezwungen, nun ist die Situation eine andere und wir haben finanziell viele Möglichkeiten.

Vielleicht sind die Stellschrauben, an denen Kehl drehen muss, gar nicht mit 500 Nm angezogen und zusätzlich mit Schraubensicherung fixiert. Diese Diskussion, alle vermeintlich faulen Eier raus und dann wird alles gut, ist recht sinnentfreit und ermüdend.

Du möchtest zeitnah wieder super Fußball mit engagierten Spielern sehen.

Den gibt es übrigens auch, nur recht sporadisch.

Ich möchte dann noch darauf hinweisen, dass so ein Umbruch auch in die andere Richtung gehen kann. So einen Weg wie Werder Bremen, die ihre Fußballkompetenz mit Allofs abgegeben haben, möchte ich ungern gehen.

Allofs war es, der Werder nach furiosen Jahren des erfolgreichen Managements in eine Phase der Stagnation und dann in den Absturz geführt hat.

Statt ‚Schnäppchen‘ oder ‚schwierigen Typen‘ mit Potential, die wenig Geld gekostet haben und teuer verkauft wurden, gerieten die Transfers immer teurer und immer erfolgloser. Gleichzeitig wurde sehr viel Geld in die Gehälter etablierter Spieler ‚investiert‘, damit sie bei Werder blieben. Bis dann das Ganze (neben dem Stadionum-/Neubau) nach dem Verpassen des ‚internationalen Gesxnödts' in sich zusammenfiel.

Schaaf und Allofs haben den Club seit der Jahrtausendwende wieder an die Spitze geführt. Sie haben aber auch für den Niedergang eingeleitet. Einerseits war Sattheit eingekehrt, andererseits machte sich Unzufriedenheit breit, weil man unbedingt wieder einmal Meister werden wollte. Eine äußerst ungute Mischung, die auch deshalb entstehen konnte, weil niemand intern die Arbeit der beiden langjährigen Erfolgsgaranten kritisch hinterfragte.

Für die Nachfolger lautete dann der Auftrag, den überteuerten Kader schnell und gründlich so umzubauen, dass man wirtschaftlich übeleben und dennoch die Klasse halten konnte.


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