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Agnelli zu den SuperLeague Plänen (Fußball und Sport allgemein)

ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Mittwoch, 21.04.2021, 17:19 (vor 1731 Tagen) @ Ricola1


Nebenher, sorry, dass ich das hier rauspicke:
"Keine fairen Wettbewerbsbedingungen mehr" - auch da war früher nicht alles besser. Was sind denn faire Wettbewerbsbedingungen? (Ohne dass ich die aktuellen Bedingungen für gut halte oder auch nur annehmbar).

Nagel mich bitte nicht auf die Jahreszahlen fest, aber ich glaube 1992 wurde die Premier League gegründet, was den Startschuss für die Wettbewerbsverzerrung dort und in Europa bedeutete. Ich meine, dass im gleichen Jahr auch die deutsche TV-Geldverteilung geändert wurde. Aus einem Topf mit mehr oder wenigen gleichen Anteilen wurde dann "leistungsabhängige" Platzierungshonorierung. Seitdem wird regelmäßig über die Anteile am Topf gerungen aber am "Leistungsprinzip" wird eigentlich nie gezweifelt.

Der "Sündenfall" war mMn, dass nicht mehr alle die gleichen Voraussetzungen haben. Ist durch das internationale Geschäft ja noch krasser. Wir haben 1993 als unterlegener Finalist des UEFA-Cups mehr Geld eingestrichen als der Sieger der Champions League (Marseille?), weil wir recht lange den deutschen Marktpool für uns allein hatten.

Der Unterschied zu heute ist aber, dass dieser finanzielle Vorsprung für Bayern und uns heutzutage als gegeben hingenommen wird. Damals gab es aber zig kritische Stimmen, dass es ja nicht sein kann, dass sich ein "Pleiteclub" (hatten vorher ein paar Schulden) mit nur einer Saison saniert, sprich den mehrfachen Jahresetat der Liga-Konkurrenten durch die UEFA on top bekommt. Ist jetzt völlig akzeptiert, aber damals halt noch umstritten. Wie wir Wettbewerbsfreunde heute sehen, zu Recht.

Das Narrativ, dass es nicht sein kann, das z.B. Bielefeld vom Erfolg Bayerns profitieren soll, sorgt halt dafür, dass die ökonomische Spaltung immer weiter geht. Aus Wettbewerbsicht war also früher, vor 1992, tatsächlich einiges besser. Vermarktungsvorteile hatten einzelne Vereine auch da schon, aber das ist ja auch ok. Die wirklich relevanten Unterschiede kommen aber aus der TV-Geldverteilung seit 1992 (oder in dem Zeitrahmen).


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