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Agnelli zu den SuperLeague Plänen (Fußball und Sport allgemein)

Ricola1, Ort, Mittwoch, 21.04.2021, 15:27 (vor 1731 Tagen) @ -RoB-

Computerspiele als Sündenbock - das scheint gängiges Mittel zu sein...

Aber mal ernsthaft: Auch ich selbst (und ich bin ja mit meinen über 30 Generation Y und nicht Z) verbringe lieber Mehr Zeit mit dem neuesten Spiel statt mir das immer schlechter werdende Produkt Fußball noch zu geben. Aber woran liegt es denn? Keine fairen Wettbewerbsbedingungen mehr (wer fiebert noch mit bei der Bundesliga, wenn Meister, nahezu alle CL-Vertreter und zumindest 1 Absteiger ohnehin vorher feststeht?), Anstosszeiten aus der Hölle, die den Stadionbesuch teils unmöglich machen, Zerstückelung der TV-Rechte, sodass man für die TV-Übertragung 3 oder mehr Abos braucht.

Unfassbar wie unprofessionell Probleme im Profifußball analysiert werden....

Deine Kritik am Profifussball kann ich nicht ganz nachvollziehen, bei aller "Fussball-Romantik" nicht, bin aber auch schon etwas älter als Du. Früher, also in den schlechten Zeiten, hat es die Sportschau gegeben mit ein paar Spielen am Samstagabend. GEZ außen vor gelassen war das kostenfrei.
Heute sitzen wir Sofa-Fans da und erwarten, dass mehrere Fussballspiele, am besten alle live, von einem Sender übertragen werden, für den wir 15, 20 oder 25 Euro monatlich zahlen. Aha.

Wenn wir alle zurück zu den guten alten Zeiten wollten, dann heißt das auch: Nicht mehr jeden Mist gucken. Back to the roots müssen auch alle mitgehen.

((Ich teile Deine offensichtliche Abneigung gegen den ganzen Kommerz, nur sind wir alle selbst Teil des Ganzen und auch nicht nur Opfer)).

Nebenher, sorry, dass ich das hier rauspicke:
"Keine fairen Wettbewerbsbedingungen mehr" - auch da war früher nicht alles besser. Was sind denn faire Wettbewerbsbedingungen? (Ohne dass ich die aktuellen Bedingungen für gut halte oder auch nur annehmbar).
Würde mich bei all unseren Diskussionen mal interessieren.
Wenn die faire Wettbewerbsbedingung lautet: Nehmt Bayern 30 % des Geldes und das war es dann und nichts mehr kommt, ist das zu wenig (zudem noch ohne nachvollziehbare rechtliche Basis, sondern vom Komitee Ewald Lienen "gerecht" verteilt, nur dass DJK Gütersloh und RW Oberhausen leider immer noch nicht mehr bekommmen).

Worauf will ich hinaus? Es ist nur natürlich, dass sich solche Systeme, in denen nun mal Geld verdient und gehortet wird, irgendwann totlaufen, wenn es zyklisch immer wieder von vorne losgeht, aber auf Basis der Verhältnisse im Zyklus davor. Jetzt hat die Bundesliga 60 Jahre oder Runden gedreht. Das sind natürliche Prozesse. Eine Bundesliga wie aus Deiner oder meiner Kindheit wird es nicht mehr geben.
Völlig klar: Man könnte durch Reformen das Spektakel noch etwas strecken und schöner werden lassen für eine gewisse Zeit. Die Beschreibung "fairer" oder "gerechter" passt aber ohnehin nicht. Es ist ein Zirkus.

Das meine ich auch ohne Wehklagen. Wir sind keine Opfer, nur derzeit nicht zufrieden mit dem Produkt. Wir sind also maulende Kunden.


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