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Es ist nicht die Verantwortung von Terzić (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 14.02.2021, 18:40 (vor 2091 Tagen) @ Ulrich

Nachvollziehbar, dass es tatsächlich so abgelaufen ist. Aber Terzic hat das Spiel mit gespielt. Das erste Mal hatte ich bei ihm massiv "Bauchschmerzen", als er erklärte es entspreche eher seiner Spielidee, ein Tor mehr zu schießen als eines weniger zu kassieren. Und das in einer Situation, in der wir zwar selbst trafen, aber auf der anderen Seite zu viele "leichte" Tore kassierten.

Ja, es ist richtig, dass Terzić das Spiel mitgespielt hat.

Und genau deshalb habe ich ‚Bauchschmerzen‘.

Terzić war zweieinhalb Jahre Co-Trainer unter Favre. Er wurde von der sportlichen Leitung auf diese Position gesetzt; Favre bestand noch nie auf bestimmte Co-Trainer. Letzteres ist eher ungewöhnlich in diesem Geschäft. Meistens bringt ein Cheftrainer seine gesamte Crew an Co-Trainern, Analysten, etc. mit, wenn er eine neue Position antritt. Was in meinen Augen auch nachzuvollziehen ist. Man ist ein eingespieltes Team, jeder kennt seine Aufgaben, man kann sich aufeinander verlassen, man vertraut einander.

So schnell wie die Trennung von Favre und die Installierung von Terzić nach dem Spiel gegen den VfB abgelaufen ist, habe ich sehr große Zweifel, dass Terzić erst nach der Mitteilung an Favre, dass man nicht mehr mit ihm weiterarbeiten wolle, von der Demission erfahren hat und dass man zumindest bis zum Saisonende mit ihm als Chefcoach weitermachen wolle. Es drängt sich mir die Frage auf, wie loyal Terzić gegenüber seinem Chef Favre war. Inwieweit war er in die Dinge rund um die Demission Favres involviert?

Ich persönlich habe da einen sehr unguten Eindruck und ich weiß nicht, ob Terzić sich selbst für die eigene Zukunft einen Gefallen getan hat.

Aber wirklich ernsthafte Bemühungen, die defensive Stabilität zu verbessern habe ich nur im Spiel gegen Leipzig wahrgenommen. Und da hat es durchaus funktioniert.

Interessanterweise hat man in diesem Spiel die strategische Herangehensweisen Favres gewählt. Den Gegner kommen und sich müde spielen lassen, um dann peu à peu selbst im Verlaufe des Spiels initiativer zu werden. Wobei es zu erwarten war, dass Leipzig zunächst starken Druck ausüben würde. Was sie ja auch gemacht haben und das tiefere Stehen unseres Teams quasi auch von Leipzig erzwungen wurde.

Warum man dieses Spiel nicht als Blaupause genutzt hat, habe ich nicht verstanden.


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