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Silvester: Niederlande vor Feuerwerksverbot (Fußball und Sport allgemein)

markus, Freitag, 13.11.2020, 14:49 (vor 1888 Tagen) @ Lutz09

Ja, die Arbeit wird durch HO unsozialer und zumindest kurz- bis mittelfristig ungesünder - insbesondere in den durch übertriebenen Aktionismus aus dem Boden gestampften HO-weil-wir-ja-so-hipp-flexibel-sind Zeiten dieser Tage. So ein Blödsinn! Das mag für Schreibtischtäter mit eigenem Arbeitszimmer noch einigermaßen praktikabel sein, doch für alle anderen sicherlich nicht...


Wobei es auch gute Seiten hat. Ich zum Beispiel vermisse das Pendeln mit dem Wagen von zwei Stunden am Tag nicht wirklich und zu Corona Zeiten mit dem Zug erst recht nicht.

Aber wie gesagt, es gibt viele Branchen, wo HO inzwischen ganz selbstverständlich ist, einfach dazugehört und den Bedürfnissen vieler Mitarbeiter tatsächlich entgegenkommt, wenn es darum geht, flexibel zu sein und den Alltag mit Beruf und Familie unter einen Hut zu kriegen. Dass dabei nicht alles reibungslos läuft liegt irgendwo auch in der Natur der Sache bzw. im Transformationsprozess begründet, in dem wir uns befinden. Mit der Zeit wird sich vieles noch besser einspielen.


Ich will auch den Wert von HO Arbeit gar nicht bestreiten und "Schreibtischtäter" klingt an der Stelle auch nicht fair, aber dieser ständige Ruf jetzt nach HO als heiligem Gral während der Corona-Zeit ist einfach übertrieben und wird den meisten Arbeitsplätzen (im wahrsten Sinne des Wortes) gar nicht gerecht. Überstürzt oder falsch eingeführt zerstört man damit Unternehmenskultur...


Ja, die Frage ist durchaus legitim, wie sich eine Unternehmenskultur weiter aufrecht erhalten lässt, wenn die Hälfte oder mehr im HO sind und nicht physisch vor Ort. Die Kultur eines Unternehmens wird ja in erster Linie von den Menschen geprägt bzw. von den vielen Kleinigkeiten, die zum Alltag in einer Firma ganz selbstverständlich dazugehören – sei es nur der kurze Schnack an der Kaffeemaschine, das gemeinsame Mittagessen, das kurze Vorbeischauen im Büro eines anderen. All das schafft eine zwischenmenschliche Ebene, die ein Videocall so nicht ersetzen kann.

Deshalb gibt es ja bereits Ansätze, die sich hybrides Arbeiten nennen. Wir hatten schon vor Corona eine Homeoffice BV mit unserem Arbeitgeber ausgehandelt, die das Recht vorsieht, einmal die Woche von zuhause aus arbeiten zu dürfen. Das lässt sich für die Zeit nach Corona wunderbar auch auf zwei oder drei Tage die Woche ausdehnen. Dann hat man immer noch regelmäßig den Kontakt zu seinen Arbeitskollegen, muss aber gleichzeitig viel weniger pendeln.


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