Willkommen im BVB-Forum

Ich muss noch einmal auf Meunier zu sprechen kommen (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 01.11.2020, 22:14 (vor 2180 Tagen) @ Eisen
bearbeitet von Will Kane, Sonntag, 01.11.2020, 22:19

Stammspieler bei PSG und in der belgischen Nationalmannschaft.

In der belgischen Nationalmannschaft habe ich ihn zu selten gesehen, um mir eine Einschätzung seiner dortigen Leistungen erlauben zu können. Beim PSG, den ich relativ häufig gesehen habe, ist er mir eigentlich nie besonders aufgefallen. Weder positiv, noch negativ.

Was den Status als Stammspieler auf seiner Position anbelangt, so war dies beim PSG allerdings von Saison zu Saison unterschiedlich. Emery z.B. legte sich da nie fest; ließ mal Meunier, mal Alves spielen; tendenziell mehr Alves. Nachdem Alves den Club verlassen hatte und Tuchel die Trainertätigkeit übernahm, spielte Meunier fast immer. Allerdings war die Konkurrenzsituation auf dieser Position auch nicht so stark ausgeprägt. Tuchel arbeitete mit ihm vornehmlich an der Verbesserung seiner Defensivarbeit; offensichtlich war Meunier als ‚gelernter Stürmer‘ nach Tuchels Eindruck zu stark auf das Spiel nach vorne fokussiert. Dass er in der Folgesaiosn häufig nicht zum Einsatz kam, lag in erster Linie wohl an seinen verletzungsbedingten Ausfallzeiten. Aber seitens des PSG war man auch nicht unbedingt an einer Vertragsverlängerung mit ihm interessiert.

Der BVB muss in Meunier jedenfalls bereits vor einigen Jahren einer interessanten Spieler gesehen haben; ebenso Wolfsburg. Beide Clubs wollten Meunier bereits 2015 verpflichten, was wohl am Ende wegen einer Verletzung nicht zustandekam. Im Jahr darauf wechselte er dann zum PSG.


Ich kenne wirklich niemanden, der diesen Transfer als Hakimi Ersatz in Anbetracht der Gesamtumstände nicht befürwortet hat.

Ich stand diesem Transfer weder befürwortend, noch ablehnend gegenüber. Sondern eher abwartend. Mir ist nicht recht klar gewesen, welche Rolle Meunier nun genau bei uns übernehmen sollte. Damit meine ich nicht, dass er in einer Dreier- oder in einer Viererkette eher für defensive Stabilität oder für offensiven Druck sorgen soll. Sondern wie genau er in unser Spiel eingebunden werden soll.

Generell sollte man mMn erst einmal das erste Saisondrittel, besser die erste Saisonhälfte abwarten, um ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Welche Rolle Meinier bei uns übernehmen soll, ist mir bislang jedenfalls noch nicht klar geworden. Habe mich hier auch bereits darüber ausgetauscht; klarer geworden ist es mir allerdings wie gesagt bis jetzt nicht.


Und nun? Der herbste Holzfuß, da ist Schmelzer filigraner. Das ist wirklich erstaunlich, dass man Kollektiv in der Einschätzung so daneben liegt. Meiner Meinung nach macht Passlack nen besseren Job.

Wie erwähnt, man sollte erst einmal abwarten. Bislang hat sich Meunier in der Tat weder für den Spielaufbau, noch für das Offensivspiel als Gewinn gezeigt. Seine Ballbehandlung steht dem bis jetzt entgegen. Ob sich diese prinzipiell verbessern wird, ist zweifelhaft, aber zumindest sehe ich positive Ansätze bei seinem Passspiel. Gestern hatte er einige Male durchaus die richtige Idee, indem er den Ball direkt slicemäßig in den freien Raum am linken Strafraumrand der Bielefelder (vom gegnerischen Tor aus gesehen) über vielleicht 15 m spielte. Diese Pässe waren wirklich gut gedacht und auch recht gut ausgeführt, nur fehlte ihnen das richtige Timing. So konnten die entsprechenden Mitspieler diese Pässe nicht erreichen. Ich sehe da durchaus die Möflichkeit der Optimierung.

Was Meuniers Defensivfähigkeiten anbelangt, so wurde er bislang diesbezüglich im Prinzip noch nicht richtig gefordert. Gegen Ausgsburg agierte er bei den Kontern des FCA nicht gerade glücklich, das tat Can z.B. allerdings auch nicht und die Konter entstanden aus Fehlern. Gegen Lazio machte er auch nicht die beste Figur, aber auch hier muss man mMn sein Verhalten im Kontext von Fehlerketten sehen, die vorne beginnen.

Der Lackmustest wird das Spiel gegen Bayern sein. Den schnellen Flügelspielern kommt im Spiel der Bayein eine besondere Bedeutung zu. Das schnelle Flügelspiel der Bayern lässt sich nur im Verbund verteidigen; da wird man Meuniers gruppentaktisches Verhalten besser einschätzen können. Es wird aber auch sicherlich zu 1:1-Duellen kommen und es wird sich dabei sein Zweikampfverhalten, aber auch sein individualtaktisches Geschick zeigen.

Auch das Spiel gegen Bayern sollte am Ende nicht zu einer finalen Bewertung führen. Aber es ist wie erwähnt schon eine Nagelprobe.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: